Foam Lake - Force And Matter - Cover
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Foam Lake Force And Matter


  • Label: Apria Records/CARGO
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

New-Wave-Gewitter, BritPop und Schweden-Melancholie aus Kanada.

Das geht gleich gut los! Eine Karussell fahrende Orgel, die Power, die einige Songs von Of Monsters And Men auszeichnet, und eine Melodie, die hängen bleibt, ohne anzubiedern. „True Hearts“ eröffnet das Album „Force And Matter“ der kanadischen Indie-Pop-Kapelle Foam Lake. Danach wird mit Chorstimmen, E-Gitarren, Synthies und kraftvollem Rhythmus der hymnische Titelsong zelebriert.

Foam Lake sind vier Brüder, die zunächst in anderen Bands Erfahrungen sammelten, um schließlich 2008 gemeinsam durchzustarten. Bis zum Debütalbum war es noch ein weiter Weg, der jedoch unbeirrt beschritten wurde und nicht viele Bands legen einen Start wie den oben beschriebenen hin. Leider jedoch verwässert der Sound mit den darauffolgenden Titeln bzw. wird allzu volltönend - um nicht bombastisch zu sagen - präsentiert. Immerhin gelingt ihnen mit „Baggage“ eine Art Kehrtwende mit einer hübsch aufspielenden Violine, die dem Rest der Mannschaft Zurückhaltung abzuverlangen scheint. Zwischen Donnerhall und Electrofiepsen siedelt sie das etwas unentschlossene „Uninvited“ an. Dagegen klingt das auf einem Akustikgitarrenmotiv basierende „Hemorrhagic Kills“ wie eine Session von The Smiths mit den frühen Arcade Fire, folglich 80er mit 00ern verknüpfend.

Auch „Black Hole“ wird zurückgenommen inszeniert, Akustikgitarre und Violine fordern ihr Recht, ein schwarzes Loch, an das wir gerne unsere Ohren halten. Die zärtlich-sanfte Seite steht dem Sänger ausgezeichnet und wird auch auf „Last Chance“ zum Aushängeschild. Dem nicht genug, werden zwei Bonus-Songs angehängt. Zum einen das verspielte „The Fall“, zum andern das hymnische „Bus Stop“.

Kein schlechtes Debütalbum der kanadischen Brüder, die andeuten, dass noch mehr in ihnen steckt. Wie sie donnernde New Wave mit Electro- und BritPop verknüpfen hat schon was, zudem scheint in Kanada eine schwedische oder isländische Melancholie in der Luft zu liegen.

Anspieltipps:

  • True Hearts
  • Force And Matter
  • Black Hole
  • Last Chance

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