Airbourne - Black Dog Barking - Cover
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Airbourne Black Dog Barking


  • Label: Roadrunner/WEA
  • Laufzeit: 35 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Und da ist sie wieder, die beste AC/DC-Coverband mit eigenen Songs: Airbourne!

AC/DC sind gigantisch. Entsprechend groß ist auch der Schatten der fünf Hardrocker, in dem mit der Zeit eine Vielzahl von Bands ihren Platz gefunden hat. Die aktuell bekannteste unter ihnen dürften Airbourne sein, deren Erfolgskurve seit ihrem gefeierten Debüt „Runnin´ Wild“ mehr als deutlich nach oben zeigt. Nachdem das zweite Album „No Guts. No Glory.“ trotz hoher Chartplatzierungen nicht alle Fans überzeugen konnte, knüpft nun ihr drittes Werk „Black Dog Barking“ wieder vergleichsweise bedingungslos an den Erstling an und präsentiert schweißtreibenden australischen Riffrock, der jede Party ein paar Grad wärmer macht.

Schon beim Opener „Ready To Rock“ ist es praktisch unmöglich, als Liebhaber härterer Klänge nicht mindestens im Rhythmus zu wackeln, während Joel O’Keeffe erklärt, dass in seinen Fingern Feuer sei und in seinem Blut Whiskey. Umrahmt von etwas zu pathetischen Ooooh-Chören spiegelt bereits dieser erste Song jene Power wider, die sich - gepresst in zehn knackige Tracks - durch die gesamte Scheibe zieht. Dass bereits das Titelstück der ersten Airbourne-EP „Ready To Rock“ hieß, soll hier nicht verwirren, auch wenn sich die beiden Songs nicht komplett unähnlich sind, was bei den vier Australiern aber nicht zwangsläufig etwas bedeuten muss.

Abwechslung ist ja auch nicht der Punkt, der Hardrock-Platten zu etwas Besonderem macht. Es muss scheppern, es muss wild sein, die Zuschauer müssen bei Konzerten das Gefühl haben, dass der Typ da vorne auf der Bühne gleich sein letztes Hemd gibt, um den Laden zum Kochen zu bringen. All diese Elemente verbinden Airbourne, deren Frontmann bei Rock am Ring schon oberkörperfrei aufs Dach der Hauptbühne geklettert ist, mit an Perfektion grenzender Sicherheit. Nicht eine Ballade hat es auf „Black Dog Barking“ geschafft - das wäre schließlich Zeitverschwendung, wenn man stattdessen Granaten wie die erste Single „Live It Up“ raufpacken kann. Nur zweimal wird es überhaupt etwas ruhiger: mit dem stampfenden „Back In The Game“ und dem nur bedingt zündenden „Cradle To The Grave“. Ansonsten herrscht Hochspannung pur!

Die Songs sind unverschämt knackig („Hungry“), ungestüm („Black Dog Barking“) und bleiben bereits nach wenigen Hördurchgängen fest im Gedächtnis verankert („Woman Like That“). Vielleicht sind Airbourne nur eine Kopie von Musik, die schon seit 40 Jahren die Massen begeistert, aber sie sind eine Kopie mit Seele. Justin Street, David Roads sowie Joel und Ryan O’Keeffe geben sich so aufopferungsvoll dem Rock’n’Roll hin, dass es einfach Spaß macht, ihnen dabei zuzuhören. Zwar wäre ihr kreatives Schaffen noch um einiges spannender, wenn es in seiner Machart nicht so deutlich bei den großen Vorbildern abgekupfert wäre, aber im Endeffekt interessiert das auch keinen mehr - vorausgesetzt, das Gesamtergebnis klingt wie „Black Dog Barking“. Oder wie es Joel O’Keeffe ausdrückt: „No one fits me better than you.“ Keinem passen AC/DC zurzeit besser als Airbourne.

Anspieltipps:

  • Live It Up
  • Ready To Rock
  • Black Dog Barking
  • No One Fits Me (Better Than You)

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