The Phoenix Foundation - Fandango - Cover
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The Phoenix Foundation Fandango


  • Label: Memphis Industries/INDIGO
  • Laufzeit: 77 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Frei erhältliche Psychedelika aus Neuseeland. Ob als Einzeldosierung oder gleich im fulminanten Ganzen, The Phoenix Foundation servieren das große Glück.

Der Nachfolger zu „Buffalo“ aus dem Jahr 2011 heißt „Fandango“ und wird den Bekanntheitsgrad der Neuseeländer von The Phoenix Foundation weiter vorantreiben. Aufgenommen in vier Studios über einen Zeitraum von fünfzehn Monaten und herangewachsen zu einem 77-minütigen Doppelalbum, dem dennoch eine angenehme Kurzweile anhaftet.

Allein der Auftakt aus „Black Mould“ und „Modern Rock“ ist eine wahre Pracht für jeden, der es psychedelisch und leichtfüßig mag. Zwischen Kraut-Rock, Indie-Pop und lieblicher Folk-Note schaut auch der Glamour der Achtziger vorbei, wenn die Synthesizer in „The Captain“ schillernd die hohen Vocals von Co-Frontmann Lukasz Buda bespielen und dabei freudvoll melancholisch zu Werke gegangen wird. „Evolution Did“ dockt beim entspannt groovenden Electro-Pop an und ist doch viel mehr als nur die synthetische Verquickung von Beats und Synthesizer-Melodien. Die Weite ist greifbar, wenn das Sextett seinen ganz eigenen Stil braut und dabei eine unfassbare Melange aus psychedelischer Electronica, Wave-Pop und den schon erwähnten, folkigen Krautrock-Beigaben zu Tage befördert.

Unzählige Referenzen kommen einem in den Sinn, doch am Ende steht „Fandango“ allein für sich, für einen Wandel zwischen den Welten und einem herausragenden Gespür für Songwriting und Melodie. So endet die erste Scheibe mit der erhabenen Akustikgitarre im ersten Teil von „Corale“, gefolgt von einem vereinnahmenden Space-Trip. „Supernatural“ als Opener der zweiten CD löst diesen Nebel ab und lässt die Sonne in Form des luftigen Folk-Pop scheinen. Leicht wie auch augenzwinkernd singt Frontmann Samuel Scott dazu, als gäbe es nichts Schöneres für genau diesen Moment. Eine Beschreibung, die auf die gesamte Platte zutrifft und mit dem abschließenden „Friendly Society“ den scheinbar niemals endenden Weirdo-Folk-Rock als pure Psychedelika serviert.

Anspieltipps:

  • Black Mould
  • Modern Rock
  • The Captain
  • Evolution Did
  • Supernatural

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