Debauchery - Kings Of Carnage - Cover
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Debauchery Kings Of Carnage


  • Label: Massacre Records
  • Laufzeit: 46 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

„I was born to kill. Never get my fill. Shoot you in the head or rip you apart.“

AC/DC-Hardrock trifft auf Death Metal aus dem Hause Six Feet Under, garniert mit Texten aus der Splatter-Abteilung, optisch angereichert durch nackte Frauen, hässliche Monster und jede Menge Kunstblut – dafür steht Thomas Gurraths Projekt Debauchery seit nunmehr zehn Jahren und mit „Kings Of Carnage“ inzwischen acht Studioalben, wobei das aktuelle Werk erstmals auf dem Label Massacre Records erscheint. Das ist aber auch die einzige Veränderung bei den schwäbischen Death Metallern, die auch auf diesem Album ihre typischen Grooves und Riffs aus den blutigen Untiefen der Hölle zocken.

Nach einem atmosphärischen Intro aus dem 80er-Jahre-Metallica-Funds beginnt „Kings Of Carnage“ mit einer 1A-Speed-Attacke, bevor das Grunzen und Growlen Gurraths den Startschuss gibt, den „Demonslayer“ mit der Motorsäge durchs Unterholz zu jagen. Das folgende „Let there be blood“ verbindet – wie sollte es bei diesem Titel aus anders sein? – Hardrock-Grooves à la AC/DC und Death-Metal-Geknüppel mit deutschen (!) Fantasy-Splatter-Texten („Wir kommen aus der Hölle auf Flügeln aus Feuer. Wir sind Drachen, schreckliche Ungeheuer. Wir bauen Lager und schlachten Menschen wie Vieh. Durchtrennte Wirbelsäulen, vor uns kriechen sie...“) und „Killerbeast“ ist ein astreines Blastbeat-Geschoss aus Satans Testament.

Der Titeltrack ist in seinen Riffstrukturen wie ein klassischer Midtempo-Hardrocktrack aufgebaut, der sich nur durch die tiefen Growls von seinen Genrebrüdern unterscheidet, während auch „Man in blood“ eher dem Rock als dem Metal huldigt, dabei allerdings deutlich mehr Tempo macht. „Blood god kills“ drückt die Tachonadel dann noch etwas weiter nach rechts unten, bevor „Victory awaits“ als majestätisch stampfender Death-Groover eine kleine Verschnaufpause bereitet und „The last crusade“ kurz vor dem Ende noch einen feinen Refrain zum Mitsingen anbietet.

Heißt unterm Strich, dass Debauchery ihrer unnachahmlichen Stilistik auch nach zehn Jahren treu bleiben und kurzweiligen, aber auch ziemlich polarisierenden Death’n’Roll zelebrieren, von dem die Death-Metal-Puristen noch immer nicht wissen, ob sie damit nicht vielleicht ein ganz kleines bisschen verarscht werden.

Anspieltipps:

  • Demonslayer
  • Murder squad
  • Victory awaits
  • Kings of carnage

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