Tyga - Hotel California - Cover
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Tyga Hotel California


  • Label: Republic/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 56 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Entspannter Westcoast-Rap mit fetten Feature-Gästen.

Mit dem von Ronald „Slim Tha Don” Williams, Bryan „Baby Birdman” Williams und Dwayne „The President” Carter (aka Lil Wayne) produzierten „Hotel California” will es der 23-jährige Rapper Michael Ray Nguyen-Stevenson alias Thank You God Always (= Tyga) endgültig wissen. Es ist sein drittes offizielles Album, und das zweite, das auf dem Label Cash Money Records von Lil Wayne erscheint. Allein dadurch kann sich Tyga mit Rick Ross, Jadakiss, Chris Brown, Wiz Khalifa, 2 Chainz und Lil Wayne eine amtliche Gästeschar leisten, die seinem neuen Album einen ordentlichen Promotion-Schub verpassen soll.

Und die amerikanischen Verkaufszahlen in der ersten Woche nach dem Release lassen zumindest erahnen, dass Tygas Plan aufgegangen zu sein scheint. Denn mit seiner leicht renovierten Variante des entspannten Westcoast-Rap, mit hauptsächlich im Midtempo angesiedelten Tracks, setzt er einen nostalgisch angehauchten Gegenpart zu dem üblich gewordenen Gangster-Shit. Dass aber auch hier nicht alles Gold ist, was glänzt, muss der Hörer im Verlauf des fast einstündigen Albums leidlich erfahren.

Gleich im Opener „500 degrees“ steht Tyga sein Label-Boss Lil Wayne zur Seite, um gemeinsam kundzutun, was so ein gestandener Nigga für gewöhnlich mit einer Bitch anzustellen pflegt. In dasselbe Horn stoßen Tyga und Rick Ross in „Dope“. Hier erfährt der geneigte Hörer „How my dick tastes“ – und hofft bereits jetzt, dass dem 23-Jährigen im weiteren Verlauf etwas mehr einfällt als die klassischen Plattitüden um Hustlers, Motherfuckers, Pussies, Dicks, Lesbians, Niggas, Big Booties, Bitches und Bling Bling.

Doch leider kommt es wie befürchtet. Aus einer alles andere als abwechslungsreichen musikalischen Verpackung, die nur vereinzelt ein paar nette Beats bereithält, und den eindimensionalen Texten, entwickelt sich ein relaxt vor sich hin gleitendes Album, das sich hervorragend zum Cruisen in der City bzw. Abhängen am Pool (beides mit ein paar willigen Bitches im Schlepptau!) eignet, aber sonst nicht viel zu bieten hat. Das ist nicht viel, aber wenn man ehrlich ist, haben auch ein Wiz Khalifa oder Lil Wayne auf ihren aktuellen Longplayern nicht mehr hinbekommen.

Anspieltipps:

  • Dope
  • Molly
  • Hijack
  • Hit’em up
  • Palm trees
  • Drive fast, live young

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