The Child Of Lov - The Child Of Lov - Cover
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The Child Of Lov The Child Of Lov


  • Label: Domino Records
  • Laufzeit: 38 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
4.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine starke Neuentdeckung: ein schüttelndes, funkyeskes und groovendes Potpourri aus verschiedensten Tanzmusiken des Pop.

Jetzt mit Gesicht. Der Blogosphären-Hype um den mysteriösen The Child Of Lov-Dude und seine großartige Single „Heal“ samt schmissigen Videos, welche Ende letzten Jahres das Internet unsicher machte, ist gelöst. Domino verrät: Cole Williams heißt er, und versteckt fortan seine blasse Visage nicht mehr hinter Ananas-Früchten.

Auch wenn es nicht so raketengleich durch die Decke schießt wie das kongeniale postmoderne P-Funk-Monster „Heal“: Williams' Debüt ist eine starke Neuentdeckung mit ordentlich schwarzem Soul und HipHop für ein - unterstellen wir jetzt mal - kiffendes, britisches Bleichgesicht, residierend in Amsterdam.

Hochgepitcht flirren clevere Liebes- und Lebensessenzen heutzutage aus seinem Mund über die dick aufgetragene, zuallermeist digital arrangierte Instrumentierung. Weirdo Gospel-Gesang auf LSD, vielleicht. Dass Gnarls Barkley-Manager Trey Reames ihn unter seine Fittiche nahm, passt hier wie die Faust aufs Auge. Und dass Reames entscheidend dazu beigetragen haben dürfte, dass Damon Albarn, MF Doom und Flying Lotus-Bassist Thundercat auf „The Child Of Lov“ kollaborieren, macht dieses schüttelnde, funkyeske und groovende Potpourri aus verschiedensten Tanzmusiken des Pop nur noch interessanter.

Souveräne Hymnik („Fly”), Neo-HipHop-Soul („Give Me”), entschleunigter Synthie-Pop mit Albarn („One Day”): die Melange „The Child Of Lov“ ist geradezu komplex bunt (und wahrscheinlich noch nicht zu hundert Prozent ausgereift), aber wahrscheinlich mag es Cole Williams genau so. Schöne neue Pop-Euphorie.

Anspieltipps:

  • Heal
  • Fly
  • Give Me

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