Daily Bread - Iterum - Cover
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Daily Bread Iterum


  • Label: Excelsior Records
  • Laufzeit: 50 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Unser täglich Synthie-Wave gib uns Iterum: Daily Bread zum Zweiten.

Die niederländische Band Daily Bread begann als Trio in der Besetzung Kimberly van der Velden (Gesang, Keyboards), Stefan Stoer (Schlagzeug) und Chris Mulder (Bass). Als Kimberly einen Finger operieren lassen musste, fehlte ein Keyboarder für die Auftritte und so stieß Atser Damsma zu Daily Bread. Weil es auf der Bühne so hervorragend mit ihm klappte, wurde aus Daily Bread ein Quartett. Weitere Vorteile waren, dass Kimberly sich wieder mehr aufs Songschreiben konzentrieren konnte und Damsma sorgte für neuen musikalischen Input. Der Sound gegenüber ihrem Debüt „Well You Are Not Invited“, den sie als ‚Sexy Garage Dance‘ bezeichneten, hatte sich nun in Richtung Synthie Wave entwickelt.

Auf „Iterum“ spielen Daily Bread ihre neuen Asse aus. Der Sound ist durch Atser Damsma voller geworden, er entwirft mit Kimberly van der Velden silberglänzende Keyboard-Klänge, die lange Streifen am Horizont nach sich ziehen. Sie entfalten als tanzbare Synthie-Melodien, die das rhythmische Peitschen mit einbeziehen, ihre Wirkung. Chris Mulder spielt einen rumorend dunkel murmelnden Bass, den wir von New Order und Konsorten kennen, besonders gelungen auf dem Album eröffnenden „Allure“, dem Hitqualität bescheinigt werden kann. Zudem versteht der Bass auch das melodiöse Spiel und peitscht mit einem wiederholt knallharten Schlagzeugspiel die Songs nach vorne. Trumpfass von Daily Bread war und ist die Stimme von Kimberly van der Velden, die Power und Soul hat. Auch auf Titeln im mittleren Tempobereich (wie z.B. „She Spider“ und „In All“) zeigt sie ihre Qualitäten, die auf der vom Piano dominierten finalen Ballade „You Have Become“ vollends ins Zentrum rücken.

Leider verliert das Album über die volle Länge etwas an Substanz und kann der Gefahr allzu monotoner Wiederholung nicht immer entgehen. Ein Titel wie „The Conflict“ ist geradezu selbsterklärend und ist weder Fisch noch Fleisch, tritt auf der Stelle. Glücklicherweise fangen sich Daily Bread immer wieder und haben in Kimberly eine Sängerin, die auch etwas weniger gelungene Stücke bereichern kann. Außerdem hätte eine kürzere Gesamtspielzeit dem Album gut getan. Nichtsdestotrotz bleibt unterm Strich ein solides bis gutes Zweitwerk.

Anspieltipps:

  • Allure
  • The River
  • Iterum
  • You Have Become

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