Jamie Cullum - Momentum - Cover
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Jamie Cullum Momentum


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 52 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Jamie Cullums Metamorphose vom Jazzmusiker zum Popstar erreicht ihren vorläufigen Höhepunkt.

Nach mehr als zehn Millionen verkauften Singles und Alben kann sich Jamie Cullum (33) erfolgreichster Jazz-Künstler Englands nennen. Allerdings hat der Student der Film- und Theaterwissenschaften im Laufe seiner zehnjährigen Karriere als Majoract immer stärker zur klassischen Popmusik gefunden und die Grenzen zwischen den Stilen derart verschwimmen lassen, dass der Vater von zwei Töchtern inzwischen kaum noch dem Jazz-Genre zugerechnet werden kann.

Das zeigt auch „Momentum“, der mittlerweile sechste Studio-Longplayer des Soundtrack-Komponisten („Bridget Jones“, „Gran Torino“), Multiinstrumentalisten und Auftragssongschreibers (Roman Lobs 2012er Grand-Prix-Beitrag „Standing still“ stammt zum Beispiel aus Cullums Feder), auf dem der Engländer zwar im Stile eines Jazz-Musikers mit den unterschiedlichsten Genres spielt, aber niemals die unsichtbare Grenze von der unterhaltenden zur E-Musik überschreitet.

So ist „Momentum“ mehr als drei Jahre nach dem letzten Studioalbum „The Pursuit“ (11/2009) nicht nur die logische Fortsetzung eines Masterplans, sondern auch eine kleine Lehrstunde in Sachen erwachsener Songwriter-Popmusik, die inzwischen komplett auf Coverversionen verzichtet und vielleicht deshalb noch nie so flüssig und aus einem Guss erschallte wie hier. Die Songs entstanden allesamt in häuslicher Vorproduktion und wurden zusammen mit Cullums Live-Band aufgenommen, was sich positiv auf den Sound auswirkt, der warm, handgemacht und sehr vertraut klingt.

Fazit: Jamie Cullums sanfte Metamorphose vom Jazzmusiker zum Popstar erreicht auf diesem Album ihren vorläufigen Höhepunkt. Mit der Auswahl von einem Dutzend perfekt inszenierter Stücke, die kaum einen Ansatz von Ausfällen oder Lückenbüßern zeigen, fährt der 33-Jährige eine Form von Popmusik auf, die keinerlei Angriffsfläche für schlechte Kritik bietet.

Anspieltipps:

  • Save your soul
  • Edge of something
  • Pure imagination
  • Get a hold of yourself
  • You’re not the only one

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