Jimmy Eat World - Damage - Cover
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Jimmy Eat World Damage


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 38 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
7.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Studioalbum Nummer acht der Ex-Emocore-Band aus Arizona.

Im Prinzip schon mit „Clarity” (02/1999), aber ganz bestimmt mit ihrem künstlerischen wie kommerziellen Durchbruchs-Longplayer „Bleed American” (07/2001), sind Jimmy Eat World nicht nur ihren Wurzeln in der Emocore-Szene in Richtung vermeintlich massentauglicher Musik entwachsen und mit einem Majorvertrag Teil des Mainstreams geworden, sondern auch zu Publikums- und Kritikerlieblingen avanciert, die in regelmäßigen Dreijahresabständen von der Rockwelt herbeigesehnte neue Alben auf den Markt bringen.

Doch kann die magische Serie nach dem Wechsel von Universal Music zu Sony Music aufrechterhalten werden? Denn auch die werte Lieblingsrockgruppe schaltet vielleicht mal einen Gang runter und/oder probiert neue Dinge aus, die Fans und Kritiker nicht bedingungslos abfeiern. „Damage“ wird darüber wohl oder übel Aufschluss geben, zumal es inzwischen leise Vorwürfe gibt, dass sich Jimmy Eat World auf „Invented“ (09/2010) zu sehr dem Mainstream-Markt angenähert hätten und Gefahr laufen würden, in allzu seichte Gewässer abzudriften.

Auf „Damage“ befassen sich Jimmy Eat World mit dem Thema Beziehungen in all ihren Facetten. Dazu schrieb Sänger Jim Adkins sämtliche Texte, welche von der Band unter Zuhilfenahme des Produzenten Alain Johannes (u.a. Them Crooked Vultures, Queens Of The Stone Age, Eagles Of Death Metal, Mark Lanegan) in zehn Tracks gegossen wurden, die schon mit dem poppigen Openern „Appreciation“ und „Damage“ eine neue, sehr relaxte Richtung vorgeben, und zudem vom Produktionsbombast der vergangenen Werke befreit wurde.

Jimmy Eat World steuern mit „Damage“ zurück in die seligen Zeiten des College-Pop und damit in eine zurückliegende Epoche des Indie-Rock/Pop, bei dem sämtliche Ecken und Kanten zugunsten fluffiger Melodien und Hooks abgeschliffen wurden. Wem dies nicht zu seicht ist, wird von einer sommerlichen Indie-Pop-Brise umschmeichelt, die sich als treuer Wegbegleiter durch die warmen Wochen des Jahres 2013 geradezu anbietet.

Anspieltipps:

  • Lean
  • Damage
  • No, never
  • Byebyelove
  • Appreciation

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