Empire Of The Sun - Ice On The Dune - Cover
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Empire Of The Sun Ice On The Dune


  • Label: Capitol/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Bewährter 80er Jahre Electro-Pop, der sich zunehmend wiederholt.

Wie unterschiedlich die musikalischen Konzepte in der Electro-Pop-Szene klingen können, haben die neuen Alben „Random Access Memories“ von Daft Punk, „DVA“ von Emika oder auch „In A Tidal Wave Of Mystery“ von Capital Cities bewiesen.

Auch das australische Duo Empire Of The Sun gehört dem Electro-Pop-Genre an. Schon auf ihrem Debütalbum „Walking On A Dream“ (02/2009) schwelgte die Band in Dream-Pop-Landschaften, in der die Sounds der 70er- und 80er-Jahre auf moderne Beats trafen, die zum Träumen und Tanzen einluden. Der Longplayer ging durch die TV-Präsenz der Singles „We are the people“ und „Walking on a dream“ als Untermalung von Werbespots extrem oft über die Verkaufstheken, sodass auf dem Zweitwerk durchaus ein schwerer Erwartungsdruck liegt.

Dieses wird mit „Ice On The Dune“ nun endlich vorgestellt, nachdem die Fans von Empire Of The Sun fast fünf Jahre lang darauf gewartet haben. Luke Steele und Nick Littlemore, die beide mit Sleepy Jackson und Pnau zwei kommerziell wenig erfolgreiche Bandprojekte im Hintergrund haben, bemühen sich auf dem Album hörbar, ihre Kräfte bei ihrer bis dato sehr erfolgreichen Zusammenarbeit zu bündeln.

Zum Träumen lädt die Musik des Duos noch immer ein, doch fehlen diesmal sowohl die durchgehende Qualität als auch ein wenig die musikalische Abwechslung bzw. der Überraschungseffekt. Denn erneut hören wir eine zeitweise sehr hohe Stimme, die leicht Vocoder-verfremdet ist und gekonnt mit eingängigen Beats verknüpft wird. Fertig ist der 80er-Retro-Sound. Doch so einfach ist das natürlich nicht!

Nach einem opulenten Intro, das auch als Filmmusik durchgehen könnte, legen die Australier mit der ersten Single „Alive“ und dem ebenfalls hitverdächtigen „DNA“ gut los. Unwahrscheinlich eingängig gibt es verträumten Dance-Pop mit ansteckenden Refrains auf die Ohren, der wegen seiner einfachen Struktur immer angesagt sein wird. Auch „Concert pitch“ gehört zu den positiven Entdeckungen des Albums, weil der treibende Sound, gepaart mit einschmeichelnden Stimmen und Tempowechseln einfach geschickt gemacht ist und in die Kategorie „potentieller Chart-Hit“ einsortiert werden kann.

„Celebrate“ entstand in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Silverchair-Frontmann Daniel Johns, wobei das der Musik nicht wirklich anzumerken ist, da auch hier dasselbe Konzept regiert: Eine hohe Kopfstimme wird von einem eingängigen Beat-Teppich untermalt - und fertig ist die Lauge. „Awakening“ wildert dagegen stark in den 70er-Jahren. Assoziationen mit den Bee Gees werden dabei allein schon wegen des Gesangs automatisch geweckt. Die Schlussballade „Keep the watch“ passt dagegen gar nicht zum leichtgängigen Sound des Duos, da der Gesang hier arg bemüht klingt.

Empire Of The Sun unternehmen wieder einen knallbunten Nostalgie-Trip in die 80er-Jahre. Leider wiederholen sie sich dabei zunehmend. Ein wenig mehr Variationen im Sound wären wünschenswert gewesen, denn auch wenn einige Songs an alte Erfolge anknüpfen könnten, treten die Australier diesmal musikalisch auf der Stelle.

Anspieltipps:

  • DNA
  • Alive
  • Ice On The Dune
  • Concert Pitch

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