She & Him - Volume 3 - Cover
Große Ansicht

She & Him Volume 3


  • Label: Domino Records
  • Laufzeit: 42 Minuten
Artikel teilen:
7.5/10 Unsere Wertung Legende
4.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Clever, etwas kitschig und trotzdem cool: „Volume 3” fetzt.

Zooey Deschanel, den meisten vermutlich bekannt aufgrund ihres aktuellen Engagements als Jess in der Sitcom „New Girl“, hat mit ihrem Companion M. Ward das nächste She & Him-Album eingespielt. Nach ihrem gemeinsamen Debüt „Volume One“ (2008) und dem Nachfolger „Volume Two“ (2010) erscheint nun der Tradition folgend „Volume 3“ – ihr drittes Werk mit größtenteils eigenen Kompositionen, das nach der nicht völlig überzeugenden Weihnachtsplatte „A Very She & Him Christmas“ (2011) wieder zeigen soll, wie kreativ die beiden eigentlich sein können.

Unterstützt von zahlreichen Musikern und der Band Tilly and the Wall legen She & Him 14 gewohnt beherzte Indie-Folk-Songs vor, von denen nicht nur die erste Single „Never Wanted Your Love“ im Gedächtnis bleibt. Natürlich halten Zooey Deschanel und M. Ward an ihrem Konzept fest und orientieren sich wie schon auf den Vorgängern mehr an den 50er und 60er Jahren als an der Gegenwart. Da musste „Baby“ von Ellie Greenwich ja praktisch mit drauf, genauso wie Karen Chandlers "Hold Me, Thrill Me, Kiss Me". Die dritte Coverversion bildet „Sunday Girl“ von Blondie, das zwar mit Blick auf den Zeitpunkt der Veröffentlichung etwas aus dem Rahmen fällt, sich aber trotzdem wie selbstverständlich einreiht und alles andere als negativ auffällt.

Dass trotz dieser hochkarätigen Originale die besten Songs auf „Volume 3“ von She & Him selbst stammen, ist vielleicht das größte Lob, das man dem Duo zusprechen kann. Mit „Turn To White“ liefern die beiden eine glänzende Nummer ab, die fast ausschließlich von Zooey Deschanels Ukulele begleitet wird und mit den Worten „Sometimes, oh, sometimes / I think I can fade away / In the light, oh, the light / Of an ever sunny day / But I’m stronger than the picture that you took before you left” die schönste Textstelle des ganzen Albums bereithält. Nicht weniger gelungen sind das darauffolgende, zuckersüße „Somebody Sweet To Talk To“ sowie der schwungvolle, mit Uuuuuh-Parts angereicherte Opener „I‘ve Got Your Number, Son“. Und würde „Volume 3“ nicht am Ende mit „Shadow Of Love“ und der unnötigen Reprise von „I Could've Been Your Girl“ etwas an Pep verlieren, es gäbe fast nichts zu kritisieren an diesem Album, das so kitschig und gleichzeitig cool daherkommt, wie man es eigentlich kaum für möglich hält.

Anspieltipps:

  • Turn To White
  • Never Wanted Your Love
  • I‘ve Got Your Number, Son
  • Somebody Sweet To Talk To
  • Sunday Girl

Neue Kritiken im Genre „Country-Pop“
7/10

Schmilco
  • 2016    
Diskutiere über „She & Him“
comments powered by Disqus