The Pigeon Detectives - We Met At Sea - Cover
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The Pigeon Detectives We Met At Sea


  • Label: Cooking Vinyl/INDIGO
  • Laufzeit: 32 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Rauer Sound, kleine technische Fehler und ungezwungene Spielfreude. The Pigeon Detectives haben sich renoviert.

The Pigeon Detectives aus der englischen Metropole Leeds haben sich seit ihrem 2007er Debütalbum „Wait For Me“ den Ruf erspielt, auf der Bühne eine der mitreißendsten Bands der britischen Insel zu sein. Warum also nicht mal ein Album unter annähernden Live-Bedingungen einspielen? Gesagt, getan! „We Met At Sea“, der vierte Longplayer des Quintetts, entstand in den heimischen Cottage Road Studios zusammen mit dem Produzenten Matt Peel (The Crookes, Pulled Apart By Horses) und dem Toningenieur Andy Hawkins (Kaiser Chiefs, Hawk Eyes) in einer Atmosphäre, die einen raueren Sound, kleine technische Fehler, aber auch ungezwungene Spielfreude zuließ.

Nachdem die Band im Nachhinein mit dem polierten Vorgänger „ Guards And At Em!“ (06/2011) nicht mehr zu 100% glücklich war (das Album erreichte auch nur schwache Platzierungen in den Charts und wurde in der Presse praktisch überall für seinen verkopften Ansatz abgestraft), kann die Idee, sich von allen Zwängen zu befreien und wieder mehr wie in den seligen Anfangstagen zu klingen, schon nach den ersten Tracks auf „We Met At Sea“ als gelungen bezeichnet werden.

Freilich ohne etwas Neues zu erfinden, aber auch ohne sich selbst zu kopieren, spielen die Mannen um Sänger Matt Bowman frisch von der Leber weg und besetzen damit die augenblicklich verwaiste BritPop-Schublade um Bands wie die Kaiser Chiefs, wobei der Leeds-Fünfer deutlich rockiger zu Werke geht und ein Album abliefert, das sowohl nach Club-Atmosphäre als auch nach Festival-Beschallung klingt. Auch auf lyrischer Seite lassen es die Briten dabei relativ locker angehen und vermeiden jeglichen Tiefgang, der zu dieser Art von Musik auch in keiner Weise passen würde.

The Pigeon Detectives anno 2013 feiern eine Party und präsentieren sich geläutert: „People don’t want to watch bands staring at their shoes and going through motions, they want to jump about. People want to go and see a rock and roll show!”. Das mag vielleicht etwas zu pauschal gedacht sein, aber so ganz Unrecht haben sie damit nicht!

Anspieltipps:

  • Unforgettable
  • Where you are
  • Day and month
  • Can’t you find me
  • I won’t come back

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