Lenka - Shadows - Cover
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Lenka Shadows


  • Label: Epic/Sony Music
  • Laufzeit: 41 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
4.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Wenn junge Mütter Musik machen, kann es nur so wie hier klingen.

Die gebürtige australische Sängerin und Songschreiberin Lenka Kripac (35) meldet sich nach zwei Soloalben zwischen 2009 und 2011 sowie der Geburt ihres Sohnes im März 2012, mit neuer Musik und inhaltlich deutlich auf die neuen Lebensumstände als Ehefrau und Mutter abzielenden Texte auf ihrem „Shadows“ betitelten Album Nummer drei zurück. Das darauf enthaltene Songmaterial entstand hauptsächlich in zwei Phasen, Ende 2011 und im Sommer 2012, wobei der als Single ausgekoppelte Album-Opener „Nothing here but love“ sogar noch aus einer Session des Jahres 2008 stammt.

Stimmlich präsentiert sich die junge Mutter wie gewohnt mit einer – von dem einen oder anderen Hörer mitunter liebgewonnenen – kindlich-naiven Klein-Mädchen-Stimme, die wie geschaffen für die süße „Bienchen und Pusteblumen“-Lyrik der 35-Jährigen ist. Dazu schrieb Lenka mit Pierre Marchand, Tom Schutzinger und Kevin Salem hübsche kleine Popsongs, die ganz bewusst „friedvoll, besinnlich und gleichsam beruhigend und wohlüberlegt“ klingen. Will heißen, dass die meisten Stücke auf „Shadows“ eher im Midtempo-Bereich verortet sind und aufgrund ihrer „sanften“ Machart tatsächlich als Einschlafmusik für Lenkas und andere Babys taugt.

Dabei kristallisieren sich einige schöne Melodien wie in „After the winter“, „Find a way to you“ oder auch „Nothing here but love“ heraus, die sich in Sachen Harmlosigkeit aber stetig zu überbieten scheinen, obwohl es durchaus nette Details wie die Bläser in „Honeybee“ oder die Weihnachtsglöckchen in „No harm tonight“ gibt. Doch mit der auf Teufel komm raus auf Friede, Freude, Eierkuchen gepolten Grundstimmung wird es gerade zum Ende des Albums immer seichter („Two heartbeats“) und einschläfernder („Monsters“, „Nothing“). Fazit: Nach diesem Album wird niemand ohne Wecker wach!

Anspieltipps:

  • No harm tonight
  • After the winter
  • Find a way to you
  • Nothing here but love

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