Newton - Newton - Cover
Große Ansicht

Newton Newton


  • Label: Sonic Angel/CARGO
  • Laufzeit: 38 Minuten
Artikel teilen:
3/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Synthie- und Wave-Pop ohne Höhe- und Tiefpunkte.

Newtonsche Gesetze? Da war doch was mit Physik. Nach Sir Isaac Newton benannten sich fünf Belgier, die nun ihr gleichnamiges Debütalbum vorlegen. Im 17. Jahrhundert, als Newton lebte, wurde noch nicht klar zwischen Theologie, Naturwissenschaft und Philosophie unterschieden. Die belgische Band Newton versucht in ihren Songs sowohl Emotion als auch das technische Zusammenspiel miteinander zu verknüpfen und scheint sich an aktuellen Interpreten wie Arcade Fire, The National und mehr noch an der in den 80ern groß gewordenen Band Simple Minds zu orientieren.

Frank Arkwright (The Smiths, Arcade Fire, Coldplay, usw.) war für das Mastering in den Abbey Road Studios zuständig und Luuk „Shameboy“ Cox hat produziert. Namen und Orte, die zwar erst mal Eindruck schinden, letztlich jedoch nicht zum Gelingen dieser zehn Songs beitragen. Ein Umstand, den bereits der Opener „The Man To Your House“ verdeutlicht. Da wird ein an Coldplay angelehntes Pianospiel mit einem an Simple Minds orientierten Aufbau verquickt und heraus kommt ein ganz netter Popsong, der jedoch zum einen Ohr rein und zum anderen wieder heraus geht. Immer wieder schwingen sich Synthies und Stromgitarren mit einem blass bleibenden Sänger auf und erschaffen mit simplen Melodien die immer gleiche Atmosphäre. Der Schlagzeuger bemüht sich zwar wiederholt um ein etwas vertrackteres, synkopisches Spiel, die letzte Spannung jedoch kann auch er damit nicht erzeugen.

Leider plätschert das Album wie die mittelmäßigen Simple-Minds-Alben ab den späten 80ern so vor sich hin, hat weder Tief- noch Höhepunkte und verblasst mit jedem Song mehr. Ob hier wirklich Anhänger von Coldplay, Arcade Fire oder The National zugreifen werden? Eher Menschen, die die Simple Minds mögen, wobei die wiederum eher zum Original greifen werden. Oder vielleicht eine neue, junge vorurteilsfreie Generation, die Synthie- und Wave-Pop gerade für sich entdeckt und Gefallen daran findet. Wenn sie damit glücklich wird, ok.

Anspieltipps:

  • So Much More
  • Sunrise

Neue Kritiken im Genre „Indie-Pop“
7/10

Feels Like Air
  • 2018    
5/10

Ein Zimmer Küche Bad
  • 2018    
Diskutiere über „Newton“
comments powered by Disqus