CocoRosie - Tales Of A Grasswidow - Cover
Große Ansicht

CocoRosie Tales Of A Grasswidow


  • Label: City Slang/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 50 Minuten
Artikel teilen:
8/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Schatz in unserem Repertoire.

Theater, Ballet, Oper - die unvergleichliche Schrulligkeit der Casady-Schwestern hat sich in den letzten Jahren herumgesprochen. Notwendigerweise vielleicht tobte sich das Projekt CocoRosie auch endlich mal anders aus, als mit Kinderinstrumenten, schrägen Samples und niedlichen Stimmen absolut verzaubernden und unverfälschten Freak-Folk zu machen.

Dennoch hören wir hiermit bereits das fünfte CocoRosie-Album in neun Jahren. Schon beim letzten Mal war zu erörtern, dass das Kunstprodukt CocoRosie in seiner Eigen- und Fremdartigkeit antizipier-, ja vorhersehbar geworden ist, und dennoch keinen Deut schlechter (Grey Oceans).

Und zielsicher Blasen die Casady-Schwestern auch dieses Mal wieder in ein Horn, dass eine neue Welt eröffnet und Phantasien beflügelt, diesmal wieder mit den dominierenden Determinanten Piano und Elektro-Beat. Genau das sind sie: Phantasiebeflügler! Ob sie dazu wiederholt die Hilfe von der transgender Sirene New Yorks schlechthin, Antony Hegarty, in Anspruch nehmen („Tears For Animals“), über ungewöhnliche Beat-Arrangements rappen („End OF Time“) oder im Call-and-response-Stil ihr altes wunderbares Schwestern-Spiel spielen („Gravediggress“): jeder Song auf „Tales Of The Grass Widow“ ist wertvoll und mit dem sprichwörtlichen Seelenfünklein ausgestattet, sprich: ihm wohnt ein Zauber inne.

Die Welt wäre sehr wahrscheinlich ein viel besserer Ort, würde es mehr Menschen wie die Casady-Schwestern geben. Auf der anderen Seite wäre diese beeindruckend ungewöhnliche Art Musik zu erschaffen aber auch weniger außergewöhnlich. Ziehen wir also die Einzigartigkeit der Casady-Schwestern vor und bewahren wir sie mittels Vinyl, CD-Scheiben oder digitalen Files als Schatz in unserem Repertoire.

Anspieltipps:

  • After The Afterlife
  • Tears For Animals
  • Harmless Monster

Neue Kritiken im Genre „Art-Pop“
Diskutiere über „CocoRosie“
comments powered by Disqus