Rogue Wave - Nightingale Floors - Cover
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Rogue Wave Nightingale Floors


  • Label: Vagrant Records
  • Laufzeit: 39 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Rogue Wave versprühen Leichtigkeit, Melodie und einen Windhauch Melancholie.

Rogue Wave existieren bereits seit 2002, sie legten 2003 das Debütalbum „Out Of The Shadow“ vor, das 2004 bei Sub Pop in erweiterter Form wiederveröffentlicht wurde und ihnen die Tore nach Europa öffnete. Auf der Bühne hatten sie bereits als Support für Spoon, The Shins und Super Furry Animals gespielt. 2005 erschien ihr Zweitwerk „Descended Like Vultures“, dem „Asleep At Heaven’s Gate“ 2007 folgte. „Permalight“ erblickte 2010 das Licht der Musikwelt und nun legen sie mit „Nightingale Floors“ nach.

Rogue Wave geht es um gute, melodiöse Songs und nicht um die Neuerfindung der Popmusik. Ihr Wirken steht irgendwo zwischen The Shins, Death Cab For Cutie und Elliott Smith. Manche Harmonien und Melodiebögen reichen zurück bis in die 60er Jahre, der mehrstimmige Gesang sowie Jingle Jangle Gitarren sorgen für einen sonnigen Flair und den Retrotouch, der jedoch mit dezent eingesetzter Electronica verbunden wird. Auch die neuseeländischen Bands der 80er wie The Chills, The Verlaines oder Sneaky Feelings schimmern hin und wieder durch. Folglich schwingen in einigen Songs zarte Melancholie und Psychedelia mit, die immer mit zauberhaften Melodien kombiniert werden, darin sind Rogue Wave wahre Meister. Mit ihren Songs lassen sie bereits beim ersten Durchlauf aufhorchen und selbst einige Durchgänge später erliegt der Zuhörer deren Charme und Zauber.

Erstaunlich ist auch wie die fein gesponnen Songs zum Teil mit schwungvoll rockenden Rhythmen verknüpft werden wie z.B. auf „College“, das förmlich zum Tanzen oder Mitwippen einlädt. „ Figured It Out“ und der Hidden Track am Ende könnten auch der Feder Elliott Smiths entstammen, wobei Rogue Wave mehr Licht an ihre Songs lassen. Auf „Siren’s Song“ und „S(a)tan“ lassen sie die Keyboards singen und glitzern, wogegen „The Closer I Get“ und „Without Pain“ die Melodien mit Akustikgitarren vorzeichnen. Zach Rogues Stimme ist erfüllt von einer Zärtlichkeit, die den Zuhörer ganz sachte, aber nachhaltig berührt.

Am Ende steht die in einen blauen Himmel wachsende Ballade „Everyone Wants To Be You“ mit wimmernden E-Gitarren und einer Teppich ausrollenden Orgel. Ein Song, der auch auf das letztens erschienene „Muchacho“ von Phosphorescent gepasst hätte. Nach dem Hidden Track sind wir nicht nur berührt sondern auch erfüllt von der Leichtigkeit, die dieses Album ausstrahlt, von der Melodienseligkeit und jenem Windhauch Melancholie, der beinahe jeden Rogue Wave Song auszeichnet.

Anspieltipps:

  • College
  • The Closer I Get
  • Without Pain
  • Everyone Wants To Be You

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