Kishi Bashi - 151a - Cover
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Kishi Bashi 151a


  • Label: Joyful Noise/CARGO
  • Laufzeit: 35 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Künstlerisch wertvoll, speziell und doch überaus zugänglich.

Kishi Bashi ist das Solo-Projekt von Kaoru Ishibashi, einem Sänger, Songwriter und Multi-Instrumentalisten. Neben der „Room For Dream“-EP von 2011 trat er bereits bei der New Yorker Synth-Rock-Formation Jupiter One in Erscheinung und supportete unter anderem Of Montreal sowie Regina Spektor. Sein Debütalbum „151a“ wird nun auch in Deutschland veröffentlicht und bestätigt die internationale Anerkennung, die ihm nicht nur durch die Lizenzierung seiner Musik für Microsoft- und Sony-Werbespots zuteil wurde, sondern sich auch im Echo der renommierten Blogs und Internet-Magazine niederschlug.

Ishibashi schreibt seine Songs auf der Geige und arbeitet bei seinen Live-Shows mit Loops, die dort für eine fulminante Dichte sorgen und zu seiner beeindruckenden musikalischen Entwicklung beigetragen haben. Auf „151a“ spielt er diese vollends aus, so dass der Opener „Intro / Pathos, Pathos“ mehrere Streicher-Spuren und simple Beats samt euphorischen Gesangs in einem gleichermaßen künstlerischen wie nachvollziehbaren Rahmen serviert. Das folgende „Manchester“ bremst kurz ab, fungiert als märchenhaft inszenierte Verschnaufpause zwischen verstörenden und lieblichen Zutaten, denen ein faszinierender Detailreichtum anhaftet.

„Bright Whites“ ist der unnachgiebige Ohrwurm, den sich wohl nahezu jeder Act wünscht und alle Register zwischen Art-Pop, Folk, Electronica und prächtiger Melodien-Vielfalt zieht. Als würden Simon & Garfunkel und Yeasayer bei einer gemeinsamen Jam-Session auf die ewig junge Quelle der perfekten Harmonie treffen und sie fortan nicht mehr loslassen. Zwar verliert Kishi Bashi die energetische Pracht zwischendurch etwas aus den Augen und verzettelt sich in wenig ausgegorenen Momentaufnahmen, doch schon „Atticus, In The Desert“ tänzelt mit seiner Violinenpracht und arabischen Rhythmen so galant in den Sonnenuntergang, dass die Freude schnell wieder hergestellt ist. Auf diese Weise gelingt dem Amerikaner ein deutliches Ausrufezeichen in der hier wunderbar leichtfüßig zelebrierten Mischung aus Artifiziellem, einem Hauch Noise und zeitlos belebendem Folk-/Indie-Pop.

Anspieltipps:

  • Manchester
  • Bright Whites
  • Atticus, In The Desert
  • I Am The Antichrist To You

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