Skid Row - United World Rebellion: Chapter One - Cover
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Skid Row United World Rebellion: Chapter One


  • Label: UDR/EMI
  • Laufzeit: 32 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Skid Row schenken uns nach siebenjähriger Abstinenz keine Mogelpackung, sondern bringen ihre Musik schlichtweg auf den Punkt.

Aus irgendeinem Grund herrschte offenbar die Meinung, der europäische Markt könne noch zwei Extra-Titel vertragen. Skid Row haben nach sieben Jahren Pause bewusst erst mal nur fünf Lieder veröffentlicht. „United World Rebellion - Chapter One“ ist ein 20-minütiges Versprechen auf puren Hardrock der besten Sorte. Dank des durch die künstliche Verlängerung möglicherweise erzielten höheren Verkaufspreises, darf sich manch ein Käufer ruhig etwas ausgenommen fühlen. Skid Row rocken dabei allerdings dermaßen famos und halten alle Versprechen, die der Hardrock uns je gemacht hat, so dass man gerne darüber hinweg hört.

Die Struktur des Mini-Albums ist schnell erzählt. Zwei Knaller, die vor Licks, Riffs, treibenden Drums und Gesang zwischen Kreischen und Schreien nur so strotzen. Da werden nicht nur eingefleischte Genre-Freunde weich, sondern Rockfans aller Art lassen sich von solchen Tracks problemlos mitreißen. Zum kurzen Durchschnaufen gibt es die obligatorische Ballade „This Is Killing Me“, die zwar nur Hardrocker mit weichem Herz erreicht, aber erneut genau ihren Zweck erfüllt.

Dann endet die EP auch gleich wieder, wie sie begonnen hat, mit „Get Up“ und „Stitches“, die in Rekordzeit T-Shirts zum Durchnässen bringen und Hörer allen Alters und Geschlechts zum Luftgitarre spielen und Headbangen verführen. Skid Row bringen die Essenz von Hardrock so stringent und zugänglich auf den Punkt, dass nach gut 20 Minuten wirklich alles gesagt ist. Die durchaus netten Coversongs „Fire Fire“ und „United“ stören da fast schon. Dem geschenkten Gaul (wenn es denn nicht doch deswegen einen Aufpreis gibt) will man zwar nicht zu genau auf die Zähne schauen, dennoch lenken die Bonustitel von dem rundum gelungenen Versprechen auf „Chapter Two“ und „Chapter Three“ der „United World Rebellion“ ab.

Auch trotz der störenden, künstlichen Spieldauerverlängerung dürften Hardrocker es kaum erwarten können, dass die nächsten zwei Kapitel Skid Rows ihren Weg auf den Markt finden. Es ist wünschenswert, dass bei ähnlicher Länge auch Plattenfirmen ein Einsehen haben und jede EP direkt für 5 Euro anbieten (was am Ende einen einigermaßen fairen Preis von 15 Euro für ein einstündiges Album bedeuten würde). Während all diese Vermarktungsfragen noch in den Sternen stehen, kann und sollte sich diese Punktlandung des Genres schleunigst in heimischen Plattendrehern wiederfinden.

Anspieltipps:

  • Kings Of Demolition
  • Let's Go
  • Stitches

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