Supermachine - Supermachine - Cover
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Supermachine Supermachine


  • Label: Small Stone Records
  • Laufzeit: 42 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
7.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine präzise getaktete Riffmaschine in der Schnittmenge aus Stoner-Rock, Doom Metal und Post-Grunge.

Mit der Gruppe Supermachine aus Southern New Hampshire hat das Detroiter Kult-Label Small Stone Records einen interessanten Fang gemacht. Denn die Band, bestehend aus den ehemaligen Scissorfight/Hemicuda-Mitgliedern Jay Fortin (Gitarre), Paul Jarvis (Bass), Mike „Mick“ McNeil (Drums) sowie David Nebbia (Gesang), huldigt auf ihrem Longplay-Debüt einem Sound, der fest mit den 90er Jahren verbunden und irgendwo zwischen Grunge, Stoner-Rock und Doom Metal verortet ist.

Supermachine legen besonderen Wert auf ein messerscharfes Riffing, extra-tiefe Bässe und einen staubtrockenen Schlagzeug-Sound, den ihnen Produzent und Toningenieur Benny Grotto (Gozu, Aerosmith, The Dresden Dolls, Ben Folds, Roadsaw) auf die tätowierten Leiber gezaubert hat. Musikalisch treffen dabei u.a. die frühen Soundgarden mit ihrem metallischen Grunge („Solution“) auf die Elite des Heavy Rock („Warlord“) und die Wüstensöhne des Stoner-Rock („Transformer“). Mit „Broken“ machen Supermachine auch bei den Alternative-Helden von Alice In Chains Station, während sie mit „MT“ in Richtung Nirvana zu „In Utero“-Zeiten schielen.

Doch damit ist nicht automatisch alles gut im Staate Dänemark. Denn der wohl prägnanteste Unterschied zu den zitierten Helden der 90er Jahre besteht darin, dass Supermachine nicht in der Lage sind, dauerhaft mit derselben Finesse und emotionalen Tiefe zu Werke zu gehen wie ihre Vorbilder. So sind ihre Riffs zwar aller Ehren wert und die Songs gewiss dazu in der Lage, einen Club in Schutt und Asche zu legen, doch in Sachen Vielfalt und kompositorischer Brillanz lassen die Amerikaner noch eine Menge Luft nach oben. Dennoch: Als präzise getaktetes Riffmonster kann man Supermachine so schnell nichts vormachen!

Anspieltipps:

  • Solution
  • Flesh farm
  • Transformer
  • Josey Wales

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