Mark Owen - The Art Of Doing Nothing - Cover
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Mark Owen The Art Of Doing Nothing


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 45 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Zehn elektronisch angehauchte Pop-Perlen des Take-That-Mitglieds.

Bekanntlich haben sich die wiedervereinten Take That im Jahr 2011 in eine längere Pause begeben. Nachdem sie nach ihrer 2005er Reunion an die Erfolge aus alten Boygroup-Zeiten locker anknüpfen konnten, kam sogar der abtrünnige Robbie Williams für die letzte Tour und das Album „Progress“ zurück. Mark Owen, der immer noch jugendlich aussehende 41-Jährige, hatte schon nach der zwischenzeitlichen Trennung im Jahr 1996 ein Soloalbum namens „Green Man“ herausgebracht, welches Publikum und Kritikern gleichermaßen gefiel. Im Laufe der Jahre folgten noch zwei weitere Alben, doch nun warteten die Fans des kleinen Sängers schon acht Jahre auf den Nachfolger von „How The Mighty Fall“ (07/2005).

Die Take-That-Pause hat Owen in seinem eigenen Studio sinnvoll genutzt und mit Charlie Russell und Bradley Spence zwei Produzenten ins Boot geholt, die schon die vielbeachteten Newcomer Alt-J unterstützten. Außerdem waren noch der britische Songwriter Finlay Dow-Smith alias Starsmith (Lady Gaga, Ellie Goulding) sowie Jamie Norton (Take That) tatkräftig in das Songwriting und die Produktion involviert.

Als Ergebnis daraus präsentiert Mark Owen zehn neue Songs, die im Gegensatz zum Vorgängerwerk eine deutlich entspanntere und dennoch emotionale Grundhaltung beherbergen, die dem Zuhörer durch ihre Leichtigkeit und Eingängigkeit kaum eine Chance lassen, sie nicht zu mögen. Dabei experimentiert der Engländer mit elektronischen Elementen, wobei er nie vergisst, wie man einen guten Popsong komponiert. Tracks wie „The one“ oder „End of everything“ besitzen hörbare Verbindungen zu Coldplay und auch die Single „Stars“ punktet mit Geigen, Keyboardteppich und echter Ohrwurmgarantie. Eine Mischung, die auf einem der vorherigen Owen-Longplayer nicht vorkam.

Zwei Duette werden noch dargeboten: „Heaven's falling“ mit Jake Emlyn und „S.A.D.“ mit Ren Harvieu überraschen durch ihre Unterschiedlichkeit: Jake Emlyn ist ein junger britischer Rapper und so gibt es keyboarduntermalten hymnischen R&B mit Rap-Einlagen. „S.A.D.“ hingegen schwelgt in sanften Geigen-geführten Pop-Gewässern und die warme, dunkle Klangfarbe der jungen Sängerin stellt einen guten Gegensatz zu Mark Owens Gesang dar. Somit kommen die Bemühungen, einen schwächeren Song auf dieser Platte zu finden, schnell an ihre Grenzen. Denn es gibt ihn einfach nicht!

Fazit: Mark Owen ist es gelungen, eine eigene musikalische Identität aufzubauen. Er wuchert auf „The Art Of Doing Nothing“ mit zehn elektronisch angehauchten Pop-Perlen, die seine bisherigen Werke übertrumpfen und belegen, dass der 41-Jährige mit aktueller Popmusik umzugehen versteht.

Anspieltipps:

  • The One
  • Stars
  • Give Away
  • Heaven's Falling
  • End of Everything

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