Monster Truck - Furiosity - Cover
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Monster Truck Furiosity


  • Label: Dine Alone Records
  • Laufzeit: 45 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Monster Truck überspringen einfach ein paar Karriereschritte und liefern bereits mit ihrem Debüt ihr vielleicht bestes Album ab.

Damit war definitiv nicht zu rechnen. Zugegeben, Monster Truck klangen bereits auf ihren ersten beiden Veröffentlichungen, der „Monster Truck EP“ (2010) und der „Brown EP“ (2011), ziemlich vielversprechend, aber was sie nun mit ihrem ersten Album „Furiosity“ vorlegen, ist schlichtweg unglaublich. Nicht nur, dass diese vier haarigen Männer durch die Bank weg aussehen, wie eine Hardrock-Band nun mal im besten Fall aussehen sollte, nein, sie klingen auch exakt so, wie eine richtig gute Hardrock-Combo mit deutlichem Classic-Rock- und leichtem Southern-Rock-Einschlag klingen sollte: druckvoll, vielschichtig, eingängig und mitreißend.

Doch der Reihe nach: Die ersten Klänge auf „Furiosity“ gehören einem herannahenden Zug, der den Startschuss für „Old Train“ gibt - einen knackigen Dreiminüter mit fettem Riff und Hammond-Orgel-Klängen. Keyboarder Brandon Bliss, zweifellos von Hammond-Urgestein Deep Purple inspiriert, ordnet sich allerdings erstaunlich konsequent dem Band-Sound unter. Dass die britischen Hardrock-Legenden trotzdem scheinbar großen Gefallen an Monster Truck gefunden haben, zeigt nicht zuletzt die Tatsache, dass die Kanadier für Deep Purple eröffnen durften. Doch Ian Gillan und Co. sind nicht die einzigen prominenten Fans der Gruppe: Auch Slash entschied sich bei der Wahl seiner Vorband für die letztjährige Nordamerika-Tour angeblich persönlich für die vier Bartträger aus Hamilton - eine Entscheidung, die angesichts großartiger Nummern wie „Sweet Mountain River“ und „Power Of The People“ als weitere, völlig berechtigte Lorbeere verbucht werden kann.

Denn sind wir ehrlich: So durchgängig kultig, kreativ und gekonnt wie „Furiosity“ klang in den vergangenen Jahren im Hardrock-Sektor nur eine übersichtliche Anzahl von Neuerscheinungen. Alleine „Undercover Love“ (da grooved es doch glatt den Staub vom Schrank) und der Rausschmeißer „My Love Is True“ (mit Background-Chor) erreichen zusammen ein Level, das für Debüts normalerweise gar nicht vorgesehen ist. Und als ob das alles nicht schon ausreichen würde, gibt es als Kirsche mit „For The Sun“ noch einen Blues obendrauf, der dank des facettenreichen Gesangs von Fronttruck Jon Harvey absolut keine Fragen offen lässt. Doch, eine vielleicht: Wie wollen Monster Truck dieses Album jemals toppen?

Anspieltipps:

  • Undercover Love
  • Sweet Mountain River
  • My Love Is True
  • Power Of The People
  • For The Sun

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