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  • Label: Neutrino/ALIVE
  • Laufzeit: 45 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Als wären Evanescence ohne Hits zurückgekehrt...

Das kanadische Alternative-Rock-Trio AutoViolet pfeift auf die Entwicklung der Musikindustrie. Ihr Konzept orientiert sich stark an Evanescence und deren auch genannten Gothic-Rock. Zwar ohne Gothic-Allüren, aber dafür mit all den gleichen Zutaten von hämmernden, düsteren Gitarrenriffs bis zu dem regelmäßigen Synthesizer- und Keyboard-Einsatz. Und natürlich ist Sängerin Amy Arsenault darauf aus, ihre Stimme möglichst gezogen und leidend, aber auch kraftvoll zu präsentieren. Dass solch eine Mischung zumindest auf kommerzieller Ebene sehr gut funktionieren kann, hat Amy Harzler mit ihrer Band beweisen können. Genauso wie den rapiden Qualitätsnachlass.

Machen wir es kurz und schmerzlos. Das einzig wirklich Besondere an AutoViolet ist, dass es derzeit nicht viele bekannte Bands gibt, die in ihrer Nische hausen. Wer also unbedingt den neuen Rock-Fix mit genug Synthesizer und dunkler Stimmung ausgestattet braucht, der wird kaum wo anders fündig. Da stört man sich nicht daran, dass selbst die starken Lieder des Albums „No Tomorrow“ und „Left For Dead“ nicht mehr als solider Durchschnitt sind. Sie sind laut und rocken, wie es nur Menschen möglich scheint. Die Emotionen werden aufgedreht und Klanggewitter brechen über den Hörern aus, aber zu keinem Zeitpunkt wird das Hitpotenzial erreicht, das im Ohr bleiben will. Da auch Vielschichtigkeit nur bedingt aufkommt, ist auch die Entschuldigung Kunst statt Kommerz nicht vorhanden.

AutoViolet basteln sehr viel Mittelmaß, das sich aus den mangelnden Alternativen stärkt. Da werden selbst so missglückte Ausrutscher und Pannen wie „Confession“ und „Fade Away“ so manchem nicht die Augen öffnen. Bis auf den gut getroffenen Stil bietet das selbst betitelte Album des Trios allerdings wirklich nicht viel, was Hörer wieder zurückbringen könnte. Der Großteil des Albums sollte schon zufrieden sein, wenn man ihn ohne nachzufragen durchwinkt. Wo sind all die griffigen Melodien? Technik allein ist nicht alles, wenn das Gespür fehlt, die richtigen Tracks daraus zu basteln.

Anspieltipps:

  • Mady By One
  • Left For Dead
  • No Tomorrow

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