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Dio Magica (Deluxe Edition)


  • Label: Niji Entertainment Group
  • Laufzeit: 105 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine nicht ganz so luxuriöse Neuauflage eines nicht wirklichen Klassikers von Dio.

„Magica“ ist das ursprünglich im Jahr 2000 veröffentlichte achte von insgesamt zehn Dio-Studioalben, die zwischen 1983 und 2004 auf den Markt kamen. Das Konzeptwerk sollte den ersten Teil einer geplanten Album-Trilogie darstellen, die Ronnie James Dio aufgrund seines Krebstodes im Mai 2010 nicht vollenden konnte. Auf „Magica“ fand Dio zu seinem ursprünglichen Sound der 80er Jahre zurück, den er, wie so viele klassische Rock-Acts, auf seinen Werken in den 90er Jahren, zum Teil auch aufgrund der Grunge- und Alternative-Rock-Dominanz in dieser Dekade, verloren hatte. Dass Dio und seiner Band (darunter der zurückgekehrte Gitarrist und Songwriting-Partner Craig Goldy) dabei keine Sternstunde des Heavy Metal gelang, lässt sich dennoch verschmerzen.

„Magica“ erzählt eine klassische Fantasy-Geschichte vom Kampf des Guten gegen das Böse und ist, wie der Hörer bei einem Heavy-Metal-Konzeptalbum erwarten darf, mit allerlei Schwulst und Schnickschnack ausgestattet (Intros, Spoken-Word- und Bläser-Parts, Streicher aus der Konserve). Doch auch wenn Dio und Co. auf diesem Werk nicht die Klasse von Kultsongs wie „Rainbow in the dark“, „Holy diver“ bzw. „Rock’n‘Roll children“ erreichen, ist die atmosphärisch erzählte Story durchaus hörenswert.

Unter ein gewisses Qualitätsniveau begab sich Herr Padavona auf seinen Alben nie. Und so hören wir auch auf der digital nachbearbeiteten Deluxe-Neuauflage von „Magica“ Beispiele für den beeindruckenden Gesang des Amerikaners („Losing my insanity“), in Kombination mit signifikantem Metal-Riffing („Fever dreams“), feinen Gitarrensoli („Eriel“) und bombastischen Balladen („As long as it’s not about love“). Ergänzt wird das Ganze jetzt um einen zweiten Silberling, auf dem sich mit „The magica story“ nun der ursprüngliche, über 18 Minuten lange Schlusstrack des Originalalbums als Opener befindet. Darin erzählt Ronnie James Dio zu den Klängen einer von Craig Goldy gespielten Akustikgitarre die Hintergründe der „Magica“-Geschichte.

Des Weiteren spendierte das Label der Neuauflage fünf rumpelige Live-Bootlegs, den Japan-Only-Bonus-Track „Annica“ sowie den für die „Magica“-Fortsetzung geschriebenen Song „Electra“. Das mag vielleicht nicht den ganz großen essentiellen Kaufanreiz darstellen, gerade für diejenigen, die das Originalalbum bereits besitzen. Doch es hat auch schon deutlich wertlosere Re-Releases gegeben wie diese über das Dio-eigene Label Niji Entertainment vertriebene Deluxe Edition von „Magica“.

Anspieltipps:

  • Challis
  • Electra
  • Fever dreams
  • As long as it’s not about love

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