Miles Kane - Don´t Forget Who You Are - Cover
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Miles Kane Don´t Forget Who You Are


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 33 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein großes Sixties-Pop-Potpourri des - na was wohl sonst? - Liverpoolers.

Miles Kane, dem einen oder anderen eventuell als Mitglied von The Rascals und The Last Shadow Puppets bekannt, legt mit „Don’t Forget Who You You Are“ sein zweites Soloalbum vor, an dem er in Studios in London, Liverpool und Monmouth (Wales) zusammen mit Paul Weller, Andy Patridge, Kid Harpoon, Ian Broudie und Guy Chambers gearbeitet hat. Vorangegangen war eine eineinhalbjährige Phase, in der Kane sein Debütalbum „Colour Of The Trap“ (05/2011) intensiv promotete, denn noch immer gilt der 27-Jährige lediglich als Geheimtipp und Presseliebling, nicht jedoch als kommerzielle Bastion des BritPop.

Das mag eventuell daran liegen, dass der Liverpooler sehr stark im Beat-Pop der 60er Jahre verwurzelt ist und sich darin wesentlich stärker auslebt, als andere Künstler. Schließlich ist die Popmusik der 60er Jahre auch ein Orientierungspunkt für Bands wie Oasis oder auch The Verve gewesen. Miles Kane greift dagegen noch konsequenter in die Schublade der Kinks, Beatles oder auch The Who und zitiert deren Handschrift in im Schnitt drei Minuten kurzen Songs wie „What condition am I in?“ und „You’re gonna get it“ mit Verve und viel Gefühl.

Dabei gelingen dem Sänger und Songschreiber unerwartet kantige Rocksongs wie „Give up“, schmissige Beat-Stücke wie „Taking over“, hymnische Popsongs wie „Don’t forget who you are“ und Melodien für die Ewigkeit wie in „Out of control“ und „Fire in my heart“. Welchen Spaß Miles Kane bei der Produktion des Albums gehabt haben muss, zeigt zum Schluss auch noch einmal der Song „Darkness in our hearts“. Darin gehen dem Engländer tatsächlich ein wenig die Pferde durch, wenn er Harmonien anstimmt, die kurz davor stehen, als Schlagermusik identifiziert zu werden.

Zum Glück sind die Gitarren auch hier so präsent wie bei den vorherigen zehn Stücken, sodass sich niemand verstecken muss, wenn sie oder er ein ansteckendes Popalbum wie dieses abfeiert. Der Kane kann’s eben!

Anspieltipps:

  • Give up
  • Taking over
  • Out of control
  • Fire in my heart
  • You’re gonna get it

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