Willie Nile - American Ride - Cover
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Willie Nile American Ride


  • Label: Blue Rose Records
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Willie Nile singt über Gott, nochmals Gott und die Welt und weigert sich bei der ganzen Aktion schlichtweg älter zu werden.

Willie Nile wird einfach nicht älter. Er, sowie die Art der Coverartworks, hat sich in den letzten dreißig Jahren gefühlt nicht verändert. Da sind ein paar Falten dazugekommen, aber wirklich anmerken lassen, will sich diese Nile nicht. Auf „American Ride“ geht es ebenfalls nach unveränderter Richtlinie um amerikanische und immer wieder recht christliche Rock-Ansätze, die von den kleinen Geschichten aus dem Leben zeugen. Dieses Stück von amerikanischem Erzählgut wird über Rock'n'Roll, Singer/Songwriter und schlichten Rock dargeboten und klingt so gestanden wie immer, ohne dahinter einen doch inzwischen sehr gereiften Herren zu vermuten.

Gleich vorneweg sollte darauf hingewiesen, dass der Herr im Himmel seinen ordentlichen Anteil erhält und leider den textlich schwächeren Teil zugeordnet bekommt. „Holy War“ und „God Laughs“ sind jeweils auf sehr simplen Ideen aufgebaut und können aufgrund einer gewissen Ernsthaftigkeit nicht so unterhalten wie der meiste Rest des Albums. „Life On Bleecker Street“ ist eben so ein Kleinod, welchem man gerne lauscht und über die erzählte Geschichte schmunzelt und gleichzeitig zur Musik wippt. Gleiches gilt für die Balladen „She's Got My Heart“ und „The Crossing“ und auch, wenn ordentlich gerockt werden soll, überzeugt Nile. Dass die beste Rocknummer „People Who Died“ eine Coverversion ist, kann man dabei gut verschmerzen.

Nicht jeder hätte erwartet, dass Nile noch immer so volle Melodien und Abwechslung liefert. Er muss sich noch nicht mit ruhigen Stücken zufrieden geben. Gesang und Energie sind noch genug, um das Tempo zu erhöhen und selbst junge Hörer zu erreichen. Ob man Nile jetzt für vom Ragtime inspiriertem „Sunrise In New York City“ oder eben die vielen, gelungenen Rocksongs loben möchte, ist dem eigenen Geschmack überlassen. Das Album für ein paar schwächere Kniefälle vor gut abzuwerten, wäre allerdings mehr als oberflächlich und ungerecht.

Anspieltipps:

  • There's No Place Like Home
  • The Crossing
  • People Who Died
  • Life On Bleecker Street

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