Secret Of Darkness - (In)Humanity - Cover
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Secret Of Darkness (In)Humanity


  • Label: Metalgate/Collectors Mine
  • Laufzeit: 37 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Abwechslungsreicher Death Metal, der nicht nur einmal mit Black und Thrash jongliert.

Die aus fünf Musikern bestehenden Secret Of Darkness gibt es bereits seit dem Jahre 2005. In ihrem Heimatland Tschechien konnten sie bereits den einen oder anderen Fan für sich gewinnen. Ausgedehnte Touren durch Europa, u.a. Norwegen und Deutschland, folgten. Aus der ursprünglich rein instrumentalen Kombo wurde nach und nach eine „typische“ Metal Band, als Frontmann Vojta rekrutiert wurde. Knappe acht Jahre nach der Gründung veröffentlichen die Tschechen endlich ihren Erstling und beweisen, dass sie genug Erfahrung gesammelt haben, um sich wacker schlagen zu können. „(in)Humanity“ ist eine reinrassige Extreme Metal-Hardwurst mit der sich Secret Of Darkness recht brutal vorstellen.

Lediglich „The World (Origin)“ und „Desolated Dreams“ drosseln das Tempo und sind in ihrer Form schmückendes Intro- bzw. Intermezzo-Beiwerk, welches wohl platzierte Verschnaufpausen bietet. Denn was die Osteuropäer auf „(in)Humanity“ abziehen, ist schlicht und ergreifend zünftiger Stoff, der genau auf die Fresse abzielt. Der Blackened Death Metal geht direkt in Mark und Bein. Bereits der Quasi-Opener „The Sovereign“ gibt die Marschrichtung an und gibt einen ersten Eindruck, was den Hörer noch erwarten wird. Eine donnernde Doublebass, galoppierende Riffs und das ekelerregende Organ von Growler und Grunter Vojta machen keine Gefangene. Glücklicherweise gewährt man kleinen aber feinen Ideen stets Einlass, ohne dabei seinen Fokus aus den Augen zu verlieren - fast glaubt man, dass sich das akustisch und mit Violinen eingeleitete „Destroyed Illusions“ zu einem Symphonic Metaler entwickelt. Secret Of Darkness kriegen rechtzeitig die Kurve und bleiben ihrer harten Gangart treu. Elemente aus Thrash und Heavy Metal sorgen für die eine oder andere Melodie, was dem Album klar zugutekommt und für nötige Abwechslung sorgt. In fast jeder Komposition verstecken sich kleine, hymnenhafte Details, die in den meist klar klimatisch angelegten Aufbau eingebettet werden und somit nicht selten recht moderner Melodic Death Metal angekratzt wird.

Die schmissig-ungezwungenen Headbanger „Smell Of Lies“, „Voices Of Truth“, der beinahe in die Sphären des Viking Metal vordringende Bombast-Fetzen „Self Insurrection“ und die groovende Knüppelei „No Night No Day“ zeigen, dass Secret Of Darkness es durchaus verstehen, unbedingte Brutalität mit gutem, strukturiertem Songwriting zu kombinieren. Das Quintett geizt nicht mit kurzweiligen Kompositionen, die zwar klar auf die Death Metal-Gemeinde abzielen, aber streng genommen ein breit gefächertes Zielpublikum ansprechen können. Besonders Thrash Heads werden mit „(in)Humanity“ ein angenehm gehärtetes Exemplar ihres Lieblings-Genres bekommen. Die Jungens aus Tschechien finden somit die gar nicht mal so leichte Balance zwischen kompromissloser Härte und guten Melodien. Ihr Erstlingswerk ist überraschend reif und muss sich im Veröffentlichungs-Dschungel des Extreme Metals nicht hinter etablierten Bands verstecken. Auch wenn streng genommen noch viel Luft nach oben ist, darf man sich diese Gruppe gut und gerne zu Gemüte führen und gespannt sein, was von diesen Herren noch alles kommen mag.

Anspieltipps:

  • Smell Of Lies
  • Destroyed Illusions
  • No Night No Day
  • Self Insurrection

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