Austra - Olympia - Cover
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Austra Olympia


  • Label: Domino Records
  • Laufzeit: 46 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Austra brechen auch auf ihrem zweiten Album zu selten aus der Mittelmäßigkeit aus.

Mit ihrem Debüt „Feel It Break“ gelang der Formation um Katie Stelmanis zumindest ein Achtungserfolg, der teils das Potential zum großen Wurf in der Schnittmenge aus Fever Ray, Yazoo und Björk in sich trug. Das machte der vielfach gefeierte Hit „Lose It“ deutlich, konnte jedoch in der Gesamtheit nicht langfristig faszinieren. So stellt sich das Folgewerk „Olympia“ der Prüfung, wie nachhaltig die mittlerweile als Sextett fungierenden Austra ihren Electro-Pop aktuell ausreizen. Grundlegend ist festzuhalten, dass trotz der scheinbar erweiterten Instrumentierung diese nur hintergründig stattfindet und kühler Minimalismus das Zepter an sich reißt.

Der Opener „What We Done“ zögert sich ins Album, kommt dann jedoch gewaltig ins Rollen und lässt im letzten Drittel überaus glamourös tanzbaren Disco-Pop ans Ruder. Katies Stimme thront wie gewohnt sehnsüchtig über dem Maschinenpark und trifft emotional belebend ins Mark. Ohne Umschweife schließt sich „Forgive“ als Minimal-Techno an, ehe „Painful Like“ auf marschierendem Rhythmus gebettet die feierliche Atmosphäre weiter vorantreibt. Überaus schwungvoll und schillernd formt sich das Album zu einem tollen Nachfolger des Debüts, ohne die Schwachstellen vollends auszumerzen.

Austra machen eben exzentrisch anmutende elektronische Pop-Musik, stilvoll und wandlungsfähig. Allerdings ist das Ergebnis nicht mehr als solide und die Songs für sich größtenteils ohne durchdringende Kraft. Immerhin tauchen Tracks wie das unter anderem von Congas lebendig in Szene gesetzte „Home“ und „Fire“ mit seiner magisch verschrobenen Ausstrahlung den Longplayer in ein positives Licht, welches Katie Stelmanis und Co. nach wie vor verbreiten, doch immer noch zu selten richtig zupacken.

Anspieltipps:

  • Painful Like
  • Home
  • Fire
  • Reconcile

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