Ciara - Ciara - Cover
Große Ansicht

Ciara Ciara


  • Label: Epic/Sony Music
  • Laufzeit: 43 Minuten
Artikel teilen:
4/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit Alben wie diesem lässt sich der Abwärtstrend in Ciaras Karriere nicht stoppen.

Mit ihrem mittlerweile fünften Longplayer meldet sich die 27jährige Texanerin Ciara Princess Harris 2½ Jahre nach ihrem letzten Album und einer aufregenden Zeit, in der die Sängerin um ihre Karriere kämpfen musste, in der Öffentlichkeit zurück. Nach den schwachen Verkaufszahlen ihres 2010er Albums „Basic Instinct“ wechselte Ciara auf eigenen Wunsch innerhalb des Sony-Konzerns das Label, weil sie der Meinung war, dass man sich dort nicht richtig um sie kümmern würde und „Basic Instinct“ deshalb kommerziell floppte. Ciara verließ Jive Records und dockte bei Epic Records an, wo sie im Laufe des Jahres 2012 ihr fünftes Album „One Woman Army“ herausbringen wollte.

Doch nach den enttäuschend gelaufenen Vorabsingles „Sweat“, „Sorry“ und „Got me good“, die sich nicht in den US Billboard Charts platzieren konnten, wurde das Album verschoben und schlicht in „Ciara“ umbenannt. Ohne die drei Flop-Singles, dafür mit tatkräftiger Unterstützung von Songwritern und Produzenten wie Rodney „Darkchild“ Jerkins (Brandy, Michael Jackson, Whitney Houston), Soundz (Justin Bieber, Rihanna, Brandy), Michael „Mike Will Made It“ Williams (Miley Cyrus, Lil Wayne, Kelly Rowland) und Josh Abraham (Adam Lambert, Kelly Clarkson, Carly Rae Jepsen) ist „Ciara“ trotzdem nicht der erhoffte Befreiungsschlag geworden, der den Abwärtstrend in Ciaras Karriere aufhalten kann.

Die 27-Jährige geht mit der von ihr gewohnten Mischung aus HipHop („I’m out“), R&B („Body party“), Pop („Read my lips“) und einer dezenten Prise Electro („Overdose“) an den Start, holte sich medienwirksam Kollegin Nicki Minaj als Duett-Partnerin ins Boot, die dem Album nur mit ihren Raps den „Strong Language“-Warnsticker einbringt, und schafft es dennoch nicht, ein Mindestmaß an Relevanz zu erreichen. Dabei können die zehn Tracks (plus Bonus-Remix) eine fette Breitwandproduktion vorweisen und mit Frau Harris eine Sängerin, die allein schon mit ihrer Optik punkten sollte. Doch das Endergebnis klingt die meiste Zeit dröge und Ciaras Stimmleistung austauschbar und facettenlos. Einzig die Tracks „Read my lips“ und „Livin‘ it up“ besitzen das Potenzial, um den auf „Ciara“ vorherrschenden Durchschnitt zu durchbrechen, wobei dies freilich eine verheerende Quote darstellt, die niemanden dazu animieren dürfte, dieses Album zu kaufen.

Anspieltipps:

  • I’m out
  • Overdose
  • Livin‘ it up
  • Read my lips

Neue Kritiken im Genre „R&B“
6/10

Hart Fragil
  • 2018    
4/10

Scorpion
  • 2018    
Diskutiere über „Ciara“
comments powered by Disqus