Mac Miller - Watching Movies With The Sound Off - Cover
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Mac Miller Watching Movies With The Sound Off


  • Label: Universal Records
  • Laufzeit: 72 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine atmosphärische Rap-Perle als künstlerischer Befreiungsschlag.

Malcolm McCormick alias Mac Miller (21) begann bereits als Teenager mit dem Rappen und ging den üblichen Karriereweg eines HipHoppers, indem er mehrere Mixtapes in Eigenregie auf den Markt brachte, bis er Anfang des Jahres 2010 einen Vertrag bei Rostrum Records, einem Independent-Label im Vertrieb des Majors Universal Music, unterschrieb. Dort erschien Mac Millers offizielles Debütalbum „Blue Slide Park“ (11/2011), das zwar eher durchwachsene Kritiken erhielt, von dem in den USA aber bis heute geschätzte 400.000 Einheiten über die Ladentheken gewandert sind. Zudem debütierte die Platte auf Platz eins der Billboard Charts, was einem Independent-Rapper seit 1995 nicht mehr gelungen war. Damals charteten Tha Dogg Pound mit „Dogg Food“ genauso erfolgreich.

Als weißer Rapper ist bei so einer Erfolgsgeschichte natürlich schnell von einem zweiten Eminem die Rede. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Jetzt steht erst einmal das zweite Werk „Watching Movies With The Sound Off“ auf dem Prüfstand, für das der 21-Jährige u.a. mit Tyler, The Creator, Snoop Dogg und Cam’ron zusammengearbeitet hat. Als Produzenten tummeln sich Leute wie Diplo, Pharrell Williams und Flying Lotus auf dem Album, das sich als atmosphärisch dichtes Gesamtkunstwerk herausstellt, auf dem weder fette Star-Features im Blickpunkt stehen, noch die Suche nach der einen Hitsingle, die alles in den Schatten stellt.

Mac Miller orientiert sich am aktuellen Zeitgeschehen im HipHop und spult die 19 Tracks auf „Watching Movies With The Sound Off“ in Form eines surrealen Films ab, in dem es zwar auch um Bitches, Sluts, Dicks, Weed, Money und Beef geht, aber nicht in der peinlich-platten Art diverser berühmter Genre-Kollegen, die sich bereits das Gehirn weggekifft haben und deshalb musikalisch und inhaltlich nur noch Dünnschiss produzieren. Bei Mac Miller ist hier im Vergleich zu seinem mittelprächtigen Album-Vorgänger eine positive Entwicklung zu attestieren, die sich auf musikalischer Seite an Old-School-Tunes wie in „Bird call“ oder auch „Watching movies“ orientiert.

Damit begibt sich Mac Miller direkt auf die Spuren von Kendrick Lamar, The Weeknd, Meek Mill bzw. Frank Ocean und unterstreicht damit, welche Richtung HipHop/Rap beibehalten sollte, um auch in Zukunft relevant und spannend zu sein.

Anspieltipps:

  • Avian
  • Bird call
  • Goosbumpz
  • Watching movies
  • Objects in the mirror
  • I am who am (killin‘ time)

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