Terror - Live By The Code - Cover
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Terror Live By The Code


  • Label: Century Media/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 27 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Durchwachsene, fünfte Vorstellung der amerikanischen Hardcore/Thrash/Punks.

Mit der letzten Langrille „Keepers Of The Faith“ (08/2010) setzten Scott Vogel (Gesang), Martin Stewart (Gitarre), Jordan Posner (Gitarre), David Wood (Bass) und Nick Jett (Schlagzeug) einmal mehr auf die erprobte Erfolgsformel, wuchtigen Hardcore mit abrissbirnenerprobtem Thrash Metal zu verkuppeln, und konnten ihre Fangemeinde um einige Zähler nach oben korrigieren. Der diesjährige Nachschlag folgt natürlich ebenfalls diesem Rezept, allerdings schwächeln die fünf Herrschaften in puncto Geschwindigkeit und Durchschlagskraft, was sie im direkten Vergleich mit dem am gleichen Tag erschienenen neuen Longplayer der australischen Hardcore-Partytruppe Deez Nuts etwas blass aussehen lässt.

„Ich habe den Glauben nicht verloren und kämpfe immer noch dafür, dass die Hardcoreszene lebendig und echt bleibt. Tief im Innern bin ich immer noch ein Junge, der Hardcore liebt. Ich habe nie vergessen, dass ich ein einfacher Mann bin, habe meinen Kopf nie in den Wolken verloren oder vorgegeben, irgendein abstrakter Poet zu sein. Ich rede vom echten Leben, so wie es mir widerfährt. Die Höhen und Tiefen geben mir jede Menge Stoff, zu dem auch andere einen Bezug haben“, offenbart Bandvorstand Scott, während die ersten Shredderriffs in „Live By The Code“ aus den Boxen krachen und gewohnten Standard versprechen, sich jedoch allgemein etwas flügellahm anfühlen. Ist die Rezeptur von Terror etwa einmal zu viel bemüht worden?

Angesichts der aktuellen Vorstellung der amerikanischen Hardcore Metal-Kapelle möchte man das meinen, denn so gleichgültig rauschte ein Album des Vogel-Clans noch nie am Hörer vorbei. „Not impressed“ gleicht überhaupt mehr einer Blaupause, denn einem vollwertigem Track, „Cold truth“ dümpelt knackig, aber ohne wahrhaftige Emotionen vor sich hin und der Titeltrack ist ordentlich bissig und flott, versprüht aber, wie auch die folgenden Stücke „The good die young“ und „Invasion“ mit zappeligen Punk-Einschnitten, nicht mehr als den Duft des Altbekannten, der nicht der Rede wert ist. Wirklich herausragend gebärden sich nur die düster brodelnde Midtempowalze „I´m only stronger“ und der an Exodus angelehnte Prügel „Hard lessons“, der endlich mit etwas mehr Pfeffer im Arsch den Moshpit anheizt. Beim nächsten Album bitte wieder mehr davon, Herr Vogel. Danke!

Anspieltipps:

  • Hard Lessons
  • I´m Only Stronger

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