Alex Hepburn - Together Alone - Cover
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Together Alone


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Kein Album für die guten Zeiten – aber mehr als ein gutes Album: Alex Hepburn mit einem sehr persönlichen Debüt.

Pechschwarze Haare, roter Lippenstift. Alex Hepburn ist ein Bad Girl. Das singt sie über sich selbst, das hört man ihr an und man nimmt es ihr ab. Junges Alter, gebrochene Stimme, Soul und Blues. Anders, als der Albumtitel vermuten ließe, dafür typisch für ihre Musikrichtung, geht es in Hepburns Liedern selten um Liebe. Es geht um Schmerz und Trauer, die tief im Inneren schlummern und nun mit voller Wucht auf dem Debüt der jungen Britin zum Vorschein kommen.

Denn Alex Hepburn ist nicht nur ein Bad Girl, sie ist auch „different“, wie sie in ihrem Lied „Reckless“ singt. Sie gibt sich ganz anders als die Popgiganten der heutigen Zeit, ist auch nicht der verlorene Star, der mit dem Erfolg nicht umgehen konnte und der unverarbeiteten Schmerz durch peinliche Geschichten und eine dunkle Aura kompensiert. Hepburn scheint sich stattdessen die Trauer vom Leib zu schreiben und zu singen.

So entstehen düstere, soulige Balladen wie „Pain is“ und das herzzerreißende, erfolgreiche „Under“, in dem sie mit voller Inbrunst bettelt: „don’t bury me, don’t lay me down!“. Dazu kommen wuchtige, ebenso persönliche und tanzbare Songs wie „Angelina“ und „Get heavy“, die inhaltlich genauso finster, aber auch genauso gut sind. Nur vereinzelt blitzen gefühlsbezogene Hoffnungsschimmer auf, wie der Ohrwurm-Garant „Love to love you“.

„Together alone“ ist nicht fröhlich, nicht sanftmütig und auch kein Album für die guten Zeiten. Es ist viel mehr als das. „I’m gonna rock your fragile little mind“, singt Hepburn mit ihrer faszinierend rauen Stimme und meint das wohl auch. Es ist der hingebungsvolle, ungeschminkte Versuch einer jungen Frau, die Welt durch echte Emotionen in ihrer Musik ein Stückchen besser und aufrichtiger zu machen: und der gelingt großartig.

Anspieltipps:

  • Pain is
  • Love to love you
  • Angelina
  • Under

Dieser Artikel ging am um 21:11 Uhr online.
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