Sting - The Last Ship - Cover
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Sting The Last Ship


  • Label: A&M/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Musical über Werftarbeiter in Stings Heimat zu seiner Kinder- und Jugendzeit.

Auf seinem neusten Album „The Last Ship”, das im kommenden Jahr auch als Broadway-Musical umgesetzt wird, verarbeitet Gordon Matthew Thomas Sumner alias Sting (61) seine Kindheitserinnerungen im englischen Wallsend, einem im Nordosten der Insel gelegenen Küstenort in der Nähe von Newcastle, mit heute ca. 43.000 Einwohnern. Deshalb ist auch dieses Werk wiederum kein Popalbum wie zuletzt der 2003er Longplayer „Sacred Love“ geworden, sondern die konsequente Fortsetzung von Stings künstlerischer Entfaltung, die ihn auf Alben wie „Songs From The Labyrinth“ (10/2006), „If On A Winter´s Night…“ (10/2009) oder auch „Symphonicities“ (07/2010) in klassische Gefilde führte.

„The Last Ship“ ist wie der Soundtrack eines Theaterstücks angelegt, der den Hörer mit von Seemannsliedern und keltisch angehauchten Songs in die Kinder- und Jugendzeit Stings mitnimmt. Entsprechend versonnen und melancholisch („August winds“), aber auch düster und beklemmend („Practical arrangement“) sind die Kompositionen, wenn es auf das Thema des aussterbenden Schiffsbaus in der Gegend um Newcastle kommt und Sting sich in die Sorgen und Nöte der betroffenen Menschen hineinversetzt.

Dazu taucht Herr Sumner seine Lieder weitgehend in akustische Gewänder („The night the pugilist learned how to dance“), lässt Möwen schreien („And yet“) und das Meer rauschen („The last ship“) und benutzt dafür neben E-Gitarre, Bass und Schlagzeug hauptsächlich Geigen, Akkordeon, Bläser, Flöten, Mandolinen und Dudelsäcke, mit denen er die heimelige Atmosphäre einer Küstenstadt kreiert, in der Gordon Sumner als Teenager das Leben, mit allem was dazu gehört (Frauen, Whiskey, Musik), entdeckt.

So ranken sich die Songs um Themen wie Familie, Freundschaft, Zusammenhalt und Liebe in schweren Zeiten, zu denen Sting als geschichtenerzählender Barde agiert und damit stilistisch ein wenig den Faden seines 1991er „The Soul Cages“-Album aufnimmt, womit er auch ohne Hits und Popmusik sehr gut fährt.

Anspieltipps:

  • Dead man’s boots
  • Practical arrangement
  • Ballad of the great eastern
  • I love her but she loves someone else
  • The night the pugilist learned how to dance

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