Tedeschi Trucks Band - Made Up Mind - Cover
Große Ansicht

Tedeschi Trucks Band Made Up Mind


  • Label: Classical/Sony Music
  • Laufzeit: 53 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Zweites Studioalbum der Blues Big Band aus Florida.

Die elfköpfige Tedeschi Trucks Band aus Jacksonville, Florida, legt mit „Made Up Mind” ihr zweites Studioalbum vor. Ihr Debütalbum „Revelator“ erblickte vor zwei Jahren und zwei Monaten das Licht der Welt. Es erhielt eine Grammy-Auszeichnung als bestes Blues-Album des Jahres und erreichte einen zwölften Platz in den US Billboard Charts. Im vergangenen Jahr veröffentlichte die Band um das Ehepaar Derek Trucks (34) und Susan Tedeschi (42) das Live-Album „Everybody´s Talkin´“ (05/2012) und legt nun das Ergebnis der zweiten Kollaboration mit Produzent Jim Scott (u.a. Johnny Cash, Red Hot Chili Peppers, Wilco, Tom Petty, Dixie Chicks) vor.

„Made Up Mind” entstand genau wie der Vorgänger in den Swamp Raga Studios von Susan und Derek. Allerdings musste die Tedeschi Trucks Band diesmal ohne ihren ursprünglichen Bassisten Oteil Burbridge auskommen, der im Herbst des vergangenen Jahres seines Ausstieg aus der Band verkündete und im Studio sowie auf der Bühne durch wechselndes Personal an den dicken Saiten wie Pino Palladino, Bakithi Kumalo, George Reiff, Dave Monsey ersetzt wird.

Nachdem sich die Tedeschi Trucks Band auf der Tour zu ihrem Erstlingswerk immer besser aufeinander eingespielt hatte und dadurch wesentlich lockerer geworden ist, war der Gang ins Studio diesmal ein leichterer. Total ungezwungen, ohne Druck und ohne einen einengenden Masterplan entwickelten der langjährige Gitarrist der Allmann Brothers (Derek Trucks) und Susan Tedeschi, die in ihrer Zeit als Solokünstlerin mehr als ein halbes Dutzend Alben einspielte, erneut einen betörenden Cocktail aus Blues-, Soul-, R&B- und Rockmusik, der nicht nur für Genrefans einladend sein dürfte.

Dabei ist das Rezept scheinbar so simpel: Man reite einfach nicht, wie es leider zu viele Kollegen tun, auf ausgelutschten Standards herum, sondern mische frei von der Leber eine paar Licks und Zutaten benachbarter Genres in die Songs und schon funktioniert das große Ganze ganz vorzüglich – und zwar so, dass trotz der Soli von Herrn Trucks die Mannschaft der Star ist! Da wäre zum Beispiel die anfangs wie eine Dampflock stampfende Blueswalze des Titeltracks, die in der Folgezeit von auflockernden Piano- und Bläserriffs durchsetzt wird und damit eine frischere Dynamik erhält.

Auch sehr schön sind der schwüle Funkrock in „Misunderstood“, der magnetische Groove in „Whiskey legs“, die relaxten Klänge in der Ballade „It’s so heavy“ sowie das Duett zwischen Susan Tedeschi und Saunders Sermons in dem an die Jackson 5 gemahnenden „Part of me“. All das ergibt ein gut abgehangenes Album, an dem sich der erwachsene Hörer gewiss für längere Zeit erfreuen kann.

Anspieltipps:

  • The storm
  • Part of me
  • Whiskey legs
  • It’s so heavy
  • Made up mind

Neue Kritiken im Genre „Blues“
7/10

If You´re Going To The City: A Tribute To Mose Allison
  • 2019    
Diskutiere über „Tedeschi Trucks Band“
comments powered by Disqus