J. Cole - Born Sinner - Cover
Große Ansicht

J. Cole Born Sinner


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 60 Minuten
Artikel teilen:
5.5/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

„Born Sinner“ schwimmt reibungslos und frei von jeglichen Highlights am Hörer vorbei.

Nach seinem rund 700.000-mal verkauften US-Nummer-eins-Album „Cole World: The Sideline Story“ (09/2011) meldet sich Rapper Jermaine Lamarr Cole (28) mit seinem zweiten offiziellen Longplayer auf Jay-Zs Roc-Nation-Label zurück. Zuvor hatte der in Frankfurt am Main Geborene bereits drei Mixtapes auf den Markt gebracht und sich als Produzent und Songschreiber einen Namen in der Szene gemacht.

Auf „Born Sinner“ stellt J. Cole erneut seine wandlungsfähige Stimme unter Beweis, mit der er sowohl knackige Raps auf den Punkt bringt, als auch in souligen Gefilden einen guten Eindruck hinterlässt. Dazu zimmerte sich der 28-Jährige ein auf klassischen HipHop/Rap ausgerichtetes Album zusammen, das auf Studio-Schnickschnack verzichtet und mit seiner Gästeliste für keine Sensationen sorgt. So ist zwar Shootingstar Kendrick Lamar zu hören („Forbidden fruit“), doch der (ehemalige) Superstar 50 Cent erhält mit „New York Times“ lediglich ein Plätzchen auf der Bonus Disc der limitierten Erstauflage von „Born Sinner“.

Für den Crossover in Richtung R&B und Soul sind darüber hinaus Miguel („Power trip“) sowie die Girlband TLC („Crooked smile“) mit an Bord, doch damit endet der Reigen bereits wieder. Nichtsdestotrotz fühlt sich „Born Sinner“ eher im Mainstream als im aggressiven Straßen- und Gangsta-Rap beheimatet, auch wenn sich Mister Cole den „Parental Advisory Explicit Content“-Sticker bereits im ersten Track „Villuminati“ mit Leichtigkeit verdient. Für einen authentisch-harten Rapper reicht es bei J. Cole dennoch nicht. Dazu geht er in Tracks wie „Land of the snakes“ oder auch „Power trip“ einfach zu sanft und auch ein bisschen zu konturlos an die Sache heran.

Ein Minuspunkt muss das freilich nicht sein. Doch J. Cole drückt seinen Songs nicht unbedingt einen Stempel der Unverwechselbarkeit auf, sodass „Born Sinner“ am Ende etwas zu reibungslos und frei von jeglichen Highlights am Hörer vorbeischwimmt.

Anspieltipps:

  • Trouble
  • Born sinner
  • Rich niggaz
  • Chaining day
  • Let Nas down

Neue Kritiken im Genre „HipHop/Rap“
7/10

Reflexionen Aus Dem Beschönigten Leben
  • 2018    
Diskutiere über „J. Cole“
comments powered by Disqus