Robin Thicke - Blurred Lines - Cover
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Robin Thicke Blurred Lines


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 36 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Robin Thicke wandelt auf Justin Timberlakes Spuren.

Der smarte Robin Thicke hat es endlich geschafft: Er gehört zu den wenigen R&B-Sängern, die auch in Europa Erfolge feiern. Die Single „Blurred Lines“ schoss - nicht nur dank der Präsenz in einem „Beats by Dr. Dre“-Werbespot - durch die Chartsdecke und belegte weltweit die obersten Verkaufspositionen. Dies geschah auch zu Recht, denn die Mixtur aus HipHop, R&B und Pop, also dem guten Pharell von den Neptunes in Höchstform und den locker-leichten Beats zu der hellen Stimmfarbe des Herrn Thicke, passt einfach sehr gut.

Robin Thicke hat die Songs seines neuen Albums, das ebenfalls auf den Namen „Blurred Lines“ lautet, zusammen mit Pharell Williams, Timbaland, T.I., Kendrik Lamar sowie Pro Jay komponiert und aufgenommen. Die Stücke klingen durchweg tanzbar, flott und wie eine perfekte Mischung aus R&B und Popmusik. Das weckt - nicht nur wegen Thickes Stimmfarbe - Erinnerungen an Justin Timberlake oder auch Jamiroquai.

Robin Thicke macht sein Ding auf „Blurred Lines“ sehr souverän. Er huldigt dem Funk („Ooo La La“), präsentiert entspannte, aber doch treibende Beats („Feel Good“), oder zaubert Kuschel-Balladen wie „The Good Life“ und „For The Rest Of My life“ aus dem Hut. Genremäßig festlegen möchte sich Thicke aber nicht. Denn Tracks wie „Take It Easy On Me“ oder auch „Give It To Me“ gehören beispielsweise mehr in die Dancefloor-Kategorie, als in den R&B-Bereich, wobei letztgenannter Song mit minimalistisch-schweren Bassbeats aufwartet und in jedem Club die Tanzfläche füllen dürfte.

Damit übertrifft Thicke die vorangegangenen Werke „ Sex Therapy: The Experience“ (2009) und „Love After War“ (2011), weil seine Songs diesmal noch eingängiger daherkommen und er seine stimmlichen Fähigkeiten noch stärker zur Geltung bringt. Zwar schmälert die kurze Spielzeit von noch nicht einmal 40 Minuten die Begeisterung etwas, doch die zehn Songs auf „Blurred Lines“ haben definitiv das Zeug dazu, einem den Tag zu retten. Die Hitdichte auf einem Robin-Thicke-Album war jedenfalls noch nie so imposant wie auf diesem.

Anspieltipps:

  • Blurred Lines
  • Ooo La La
  • Feel Good
  • For The Rest Of My Life

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