Goldfrapp - Tales Of Us - Cover
Große Ansicht

Goldfrapp Tales Of Us


  • Label: Mute Records
  • Laufzeit: 45 Minuten
Artikel teilen:
8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Dem beliebigen Disco-Pop endlich entkommen!

Goldfrapp besinnen sich mit „Tales Of Us“ tatsächlich wieder auf Substanz und Tiefgründigkeit, nachdem nicht nur der Vorgänger „Head First“ im seichten Kitsch und erdrückender Simplizität ertrank. Weg vom peinlichen Disco-Overkill, hin zu einer Intimität, die Alison Goldfrapp und Will Gregory auf ihrem Debüt „Felt Mountain“ (2000) so unverkennbar zelebrierten, dass dieses Werk zu einem wahren Klassiker wurde. Am ehesten ist die neue Platte dann auch als eine Mischung aus eben diesem zeitlosen Debüt und der kargen Schönheit von „Seventh Tree“ (2008) zu beschreiben.

Gleich der Opener „Jo“ definiert in Sehnsucht gebettet die Fixpunkte aus Klavier, Streichern und der faszinierenden Stimme Alison Goldfrapps. Kein Hauch mehr von pumpenden Beats und Disco-Vergänglichkeit. Hier regiert die mitunter theatralisch aus den Fugen geratene Ruhe und raumfüllende Klangästhetik. „Annabel“ formt diese wahrlich stimmige Angelegenheit per Akustikgitarre weiter aus und gönnt sich gemeinsam mit „Drew“ echte Höhepunkte des durchweg überzeugenden Longplayers.

Immer nah an Filmmusik und entsprechend emotional vereinnahmend ist das britische Duo damit auf dem besten Wege, den Charakter ihrer Musik neu zu stärken. Nicht nur „Alvar“ pulsiert beeindruckend und steigert sich im Songverlauf von charismatischen Effekten getragen, während „Thea“ den offenherzigen TripHop aus Goldfrapps frühen Jahren mit einem Update versieht. Es geht also auch elektronisch auf „Tales Of Us“ zu, doch in dieser Deutlichkeit ist das eine absolute Ausnahme. So schließt „Clay“ das Album derart feierlich strahlend, wie das gesamte Werk auf den Hörer wirkt.

Anspieltipps:

  • Annabel
  • Drew
  • Alvar
  • Thea

Neue Kritiken im Genre „Pop“
8/10

White Album (50th Anniversary Edition)
  • 2018    
Diskutiere über „Goldfrapp“
comments powered by Disqus