Beach Day - Trip Trap Attack - Cover
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Beach Day Trip Trap Attack


  • Label: Kanine Records/ALIVE
  • Laufzeit: 33 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Phil Spectors Wall of Sound und rockiger Dream-Pop in weiblich.

Das Trio Beach Day ist in Hollywood, Florida beheimatet und veröffentlicht mit “Trip Trap Attack” sein Debütalbum, das im Süden Floridas aufgenommen und in Detroit von Jim Diamond (The White Stripes, The Dirtbombs) abgemischt wurde. Die Filmmetropole Hollywood ist nicht gerade als typische Strandstadt bekannt, dennoch pflegen Beach Day einen ziemlich sonnigen Sound, der zum einen auf die 60er zurückgreift und zum anderen an die Gegenwart andockt. Die Band orientiert sich am Wall of Sound von Phil Spector, lässt Erinnerungen an The Shangri-Las, The Ronettes, The Ventures oder phasenweise an eine weibliche Ausgabe der Beach Boys denken. Aber auch aktuelle Acts wie Cults, Dum Dum Girls und Jacuzzi Boys sind Referenzen.

Der Einstieg „Walking On The Streets“ ist das erste Bonbon, das uns die Drei servieren. Der erste Stein der spectorschen Klangmauer, die jedoch mit einer für Spector eher untypischen schneidenden E-Gitarre und einer in Psychedelia Nähe rollenden Orgel gemörtelt wird. Die „Boys“ und „A Little Weird“ rasen dann auf orgelnden und surfenden Kurven davon und zwingen einen förmlich auf die Tanzfläche. Ihr Referenzsong „Beach Day“ passiert den mittleren Tempobereich, der auch auf „Stay“ mit schneidend forscher Rhythmusgitarre eingehalten wird.

Die Wehmut- und Sehnsuchtsgefühle des Teenagers mit „Seventeen“ führen zum Trip Trap des Titelsongs, der tatsächlich eine kleine Rock’n’Roll-Attacke abgibt, die jedoch mit schmissiger Popmelodie angreift. Wiederholt ist es Gitarristin und Sängerin Kimmy Drake, die den Songs ihren Stempel aufdrückt. Ihre Stimme hat das wimmernde Sehnsuchtspotential für Balladen genauso wie den Schmiss für die in Rock und Pop getauchten Sixties-Melodien. Zudem mischt sie immer wieder mal eine kleine Soulportion unter.

Auch wenn ein Song den Titel „Wasting All My Time“ trägt ist dieses Album keine Zeitverschwendung, sondern eine Freude und Spaß spendende Angelegenheit. Eine Sommerplatte und wie gemacht für die Tage am Strand. Stellt sich lediglich die Frage wie lange so ein Konzept durchgehalten werden kann. Jedoch erst mit dem sagen wir mal dritten Longplayer und bis dahin heißt es mit dieser Platte seinen Spaß zu haben.

Anspieltipps:

  • Walking On The Streets
  • Seventeen
  • Trip Trap Attack
  • Wasting All My Time

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