Akrea - Stadt Der Toten Träume - Cover
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Akrea Stadt Der Toten Träume


  • Label: Drakkar/Sony Music
  • Laufzeit: 54 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Akrea stehen endgültig vor dem Aufstieg in die erste Hartwurst-Liga.

Melodic Death Metal mit deutschen Texten. Was in diesen Tagen bereits auf Studioalbum Nummer drei der Oberpfälzer Band aus dem 5000-Einwohner-Städtchen Erbendorf zu hören ist, stellt innerhalb des Genres immer noch ein Alleinstellungsmerkmal dar. Und es scheint zu funktionieren. Denn die Band hat sich bereits einen guten Namen in Fan- und Fachkreisen erspielt, der sie aus der breiten Masse des Heavy Metal befreit hat. Doch noch ist für Akrea Luft nach oben. Aber die Musiker scheinen einen Plan zu haben.

Nachdem die ersten beiden Akrea-Alben „Lebenslinie“ (04/2009) und „Lügenkabinett“ (10/2010) nur 18 Monate auseinanderlagen, dauerte es bis zur Veröffentlichung des aktuellen „Stadt der toten Träume“-Werkes fast drei Jahre. Es sieht also so aus, als hätte sich das Quintett für diesen Longplayer Großes auf die Fahnen geschrieben: Den endgültigen Aufstieg in die erste Hartwurst-Liga!

Dazu haben die Oberpfälzer gehörig an der Geschwindigkeitsschraube gedreht und den hochtourigen Death Metal der vorangegangenen Alben bei diversen Songs zugunsten einer diffizileren Midtempo-Struktur gedrosselt. Atmosphärisch hingegen waren bereits „Lebenslinie“ und „Lügenkabinett“ zwei starke Bretter, an denen es kaum etwas zu verbessern gab. Doch mit der Erkenntnis, noch stärker in Eingängigkeit und eine fette Produktion zu investieren, gibt die Band ein klares Bekenntnis ab.

Das in den Woodshed Studios von Victor Bullok (Dark Fortress, Triptykon, Noneuclid) produzierte Album knallt vom ersten Moment an mit einer mächtigen Death-Walze aus den Speakern, die von den Twin-Gitarren der Herren Stephan Schafferhans und Fabian Panzer angeführt wird. Das passiert zum Teil in akustischer („Einsames Medium“) und in Hochgeschwindigkeitsform („Unbekannte Ferne“), aber immer mit vollem Einsatz und einem Sänger, der vermutlich auch kleine Kinder verspeist.

Akrea befinden sich in einem Entwicklungsprozess, der noch längst nicht abgeschlossen ist, aber die Band auf einem guten Weg zeigt. Auf ihrem dritten Album hat das Quintett einen weiteren Schritt nach vorne gemacht, der sie noch dichter an die Aufstiegsplätze in Deutschlands erste Metal-Liga heranrücken lässt.

Anspieltipps:

  • Verlassen
  • Feuer und Licht
  • Einsames Medium
  • Schleier aus Blüten

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