Soundtrack - Ghost Brothers Of Darkland County - Cover
Große Ansicht

Soundtrack Ghost Brothers Of Darkland County


  • Label: Concord/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 70 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein düsterer Musical-Soundtrack mit Hörspiel-Charakter und künstlerischer Starbesetzung.

„Ghost Brothers Of Darkland County” ist das gemeinsame Projekt von Stephen King (Autor), Joseph „T Bone“ Burnett (Produzent) und John Mellencamp (Komponist). Es ist ein Musical, an dem das Trio 13 Jahre lang gearbeitet hat und die Stärken aller Protagonisten vereinen soll, also die Kunst eines Stephen King, immer wieder fesselnde Gruselromane wie z.B. „Misery“, „Pet Sematary“ oder „Carrie“ zu schreiben, das Gespür von T Bone Burnett, aus Musikern wie Elvis Costello, Alison Krauss und Robert Plant, den Counting Crows und natürlich John Mellencamp das gewisse Etwas herauszuholen sowie die Gabe des Songschreibens von Mister Mellencamp, der für Hits wie „Jack & Diane“, „Hurts so good“, „Paper in fire“ oder auch „Human wheels“ verantwortlich ist.

„Ghost Brothers Of Darkland County” erzählt (Zitat:) „die Geschichte zweier Brüder, die sich zerrissen vor Eifersucht wegen eines Mädchens im Ferienhaus der Familie gegenseitig umbringen und dort fortan als Geister wirken. Ein weiterer jüngerer Bruder kommt 40 Jahre später mit seinen beiden Söhnen – ähnlich miteinander verfeindet wie damals ihre Onkel – zurück in das Haus. Dann taucht dort auch noch ein hübsches Mädchen auf. Können sie vermeiden, dass sich das tragische Schicksal wiederholt?“

Der Soundtrack entstand mit einer wahren Allstar-Riege, zu der u.a. Sheryl Crow, Elvis Costello, Rosanne Cash, Neko Case, Kris Kristofferson, Taj Mahal und Ryan Bingham gehören. Sie steuerten 17 Country-, Blues-, Folk- und Roots-Rock-Songs bei, die fast alle von John Mellencamp geschrieben wurden und von ebenso vielen Dialogausschnitten eingerahmt werden. Musikalisch passen die Songs perfekt an den Ort des Geschehens, die Sumpflandschaften des Mississippis, in denen sich die Lebensgeschwindigkeit den schwülen Witterungsbedingungen unterordnet.

Entsprechend entspannt („Home again“, „You don’t know me“), aber auch ein wenig spleenig („My name is Joe“) bzw. eigenbrötlerisch („Tear this cabin down“) und bedrückend („Away from this world“) kommt das Songmaterial daher, wobei Sheryl Crow fast ausnahmslos die Perlen dieses Soundtracks auf den Leib geschrieben wurden. Zusammen mit den mit viel Hall unterlegten düsteren Dialogausschnitten ergibt sich daraus ein Hörspiel, das die Atmosphäre seines Handlungsortes toll einfängt und den Hörer dadurch mit zunehmender Spieldauer immer mehr in seinen Bann zieht.

Anspieltipps:

  • Jukin‘
  • Home again
  • You are blind
  • Brotherly love
  • So goddam smart
  • Away from this world

Neue Kritiken im Genre „Americana“
7/10

This Too Shall Light
  • 2018    
7.5/10

A Different Kind Of Light
  • 2018    
7.5/10

Back Roads And Abandoned Motels
  • 2018    
Diskutiere über „Soundtrack“
comments powered by Disqus