The Dunwells - Follow The Road - Cover
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The Dunwells Follow The Road


  • Label: Concord/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
7.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Debütalbum im Fahrtwind von Mumford & Sons und The Lumineers, das dreimal veröffentlicht werden musste, um Gehör zu finden.

Das vor nun auch schon wieder knapp vier Jahren von der Londoner Band Mumford & Sons ausgelöste Folk-Pop-Revival erhält nach The Lumineers aus Denver, USA, mit The Dunwells nun einen weiteren Act, der die zarte Folk-Flamme am Lodern halten soll. The Dunwells – Jonny Lamb (Drums, Gesang), Rob Clayton (Bass, Gesang), David Dunwell (Gesang, Gitarre, Piano), Joseph Dunwell (Gesang, Gitarre) und Dave Hanson (Gitarre, Gesang) – stammen aus der Metropole Leeds in Großbritannien und wurden im Jahr 2009 gegründet.

Das Quintett unterschrieb seinen ersten Plattenvertrag bei dem amerikanischen Label Playing In Traffic Records, das wiederum ein Joint Venture mit dem Edel-Independent-Label Concord Music Group (u.a. Paul McCartney, Paul Simon, Alison Krauss, Ben Harper, Booker T. Jones) im Vertrieb von Universal Music einging und das ursprünglich im Februar 2012 veröffentlichte Album im August 2012 nochmals mit einer veränderten Tracklist auf den Markt brachte.

Auch wenn das von Grammy-Gewinner John Porter (The Smiths, Elvis Costello, Ryan Adams, Santana, Taj Mahal) produzierte „Blind Sighted Faith“ auf dem englischen und amerikanischen Markt bis dato keine allzu hohen Wellen schlug, wird das Album unter dem Titel „Follow The Road“ nun ein drittes Mal veröffentlicht. Und wiederum hat sich die Tracklist geändert. Im Vergleich zum ersten Re-Release sind mit „Perfect timing“ und „Saving grace“ zwei neue Titel hinzugekommen, dafür fehlen jetzt „Borrow me“ und „Dance with me“ auf dem Album. Zudem wurden vier Songs in Akustikversionen umgewandelt und weitere zwei Titel einem Remix unterzogen. Damit begeben sich The Dunwells nun endgültig in die Fahrrinne von Mumford & Sons und The Lumineers.

Was beide Neuauflagen der 2011 entstandenen Urversion voraus haben, ist jeweils die von George Drakoulias (Tom Petty, The Black Crowes, The Jayhawks, Screaming Trees, Primal Scream) produzierte Single „So beautiful” – ein Song, der den viel beschworenen Unterschied ausmachen kann, genau wie „Goodnight my city“, das als wehmütige Ode an die Heimat daherkommt. „So beautiful“ bringt erstmalig E-Gitarren ins Spiel und agiert mit dem fordernden Pathos der frühen Counting Crows in Kombination mit zartschmelzendem Chorgesang, den The Dunwells auch in dem nur mit akustischen Gitarren ausgestatteten „Only me“ wunderbar unterbringen.

Mit Songs wie den zart arrangierten „Oh lord“ und „Saving grace“ in feinen neuen Akustikversionen und der Power von Hits wie „So beautiful” und „Goodnight my city“ haben The Dunwells endlich die perfekte Songmischung für ihr dreifach veröffentlichtes Debüt gefunden. Nach 18 Monaten des Herumdokterns wurde das aber auch langsam mal Zeit. Oder, um es mit dem Schlusstrack zu sagen: Perfektes Timing!

Anspieltipps:

  • Only me
  • Oh lord
  • Elizabeth
  • So beautiful
  • Goodnight my city

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