Sons Of Hippies - Griffons At The Gates Of Heaven - Cover
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Sons Of Hippies Griffons At The Gates Of Heaven


  • Label: Cleopatra/H'ART
  • Laufzeit: 41 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Fauler Psychedelik-Mummenschanz aus dem sonnigen Florida.

Hört man sich „Griffons At The Gates Of Heaven“, das neueste Werk der Sons Of Hippies aus Tampa, Florida, an, könnte man meinen, es mit einem vergessenen Teilstück der frühen Grunge-Welle zu tun zu haben, als Kommerz noch nicht die einzige Triebfeder war und psychedelische Retro-Rock-Bands in einem Sound-Mix aus Sonic Youth und L7 als arsch-cooler Shit durchgingen. Doch wir schreiben inzwischen nun mal das Jahr 2013 und das Trio – Katherine Kelly (Gesang, Gitarre), David Daly (Bass) und Jonas Canales (Drums) – hängt mit seinem putzig-harmlosen Retro-Sound irgendwie in den Seilen.

Um die Band dennoch stilgerecht zu vermarkten, wird stolz darauf hingewiesen, dass der vorliegende Longplayer von Kult-Produzent und „Godfather of Grunge“ Jack Endino (Nirvana, Mudhoney, Screaming Trees, Soundgarden) abgemischt wurde und dass das Mastering in den Abbey Road Studios von dem dort angestellten Andy Walter (The Who, Radiohead, David Bowie, U2, The Cure) übernommen wurde. Schön! Und nun?

Nach der Informationsflut (und dem geschickten Name Dropping) wird der geneigte Hörer in einen drogengetränkten Ausflug in die frühen 90er Jahre geschickt, der sich wiederum an den 60er/70er Jahren orientiert, auf gängige Hooklines und satte Riffs weitgehend verzichtet, aber dafür mit der abgefahrenen Stimme von Katherine Kelly polarisiert. Zugegeben: Ein bisschen Coolness transportiert dieses findige Anhängen an den Retro-Zug durchaus. Doch um mehr als nur cool zu sein, gehören auch ein paar nennenswerte Songs zu dem Spiel dazu. Doch damit geizt das Trio leider.

„Griffons At The Gates Of Heaven“ plätschert rund 40 Minuten vor sich hin, ohne in irgendeine Richtung Akzente setzen zu können. Die groß verkündete psychedelische Komponente ist lediglich eine lustige Spielwiese für ein paar Effekte und Kellys Stimme und in der Ahnenreihe der Independent-Musik erreichen die Sons Of Hippies weder den Rock- noch den Pophörer. Zu beliebig, kitschig und stumpf sind die Mittel dieser Band, die sich im Studio von Billy Sherwood (Yes), Jürgen Engler (Die Krupps) und Tom Klimchuck (Pro-Pain) helfen ließ und trotzdem nur faden Durchschnitt auf die Reihe bekam.

Anspieltipps:

  • Dark daisies
  • Animal battle
  • Whatever we spend

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