Jan - Abandon/Amalgamate - Cover
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Jan Abandon/Amalgamate


  • Label: Popup Records/CARGO
  • Laufzeit: 45 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Art- und Alternative-Rock, der etwas belanglos daherkommt, aber auch mit Spannungsmomenten und guter Sängerin.

Jan (ausgesprochen Jo-ann-nah) aus New York sind ein Projekt von Kim Talon und „Abandon/Amalgamate“ ist das von John Goodmanson (Blonde Redhead, Gossip, Sleater-Kinney) produzierte Debüt. Neben Sängerin Kim Taylor (Gitarre, Piano), die alle Songs geschrieben und arrangiert hat, wirken Daphne Chen (Viola, Theremin), Davin Givhan (Bass), Andrew „Haj“ Jeffords (Gitarre) und Corey Fogel (Schlagzeug, Percussion) mit.

Der Opener „Work For The City“ bewegt sich auf dem Feld des Alternative Rock ebenso wie „Some Bite/Some Bitten“ mit griffig-weiträumigen Stromgitarren und einer dynamischen Rhythmusgruppe. Dazu phrasiert Kim Talon mit einer Coolness und Leidenschaft austarierenden Stimme. Danach schafft „No Kind“ Raum für Art-Rock, der Harmonisches mit Disharmonischem kombiniert, sich nicht entscheiden will zwischen Art- und Alternative-Rock. Ein Merkmal, das sich letztlich durch das ganze Album zieht. Einerseits bezieht es hierdurch seine Spannung, andererseits spaziert es etwas unentschlossen auf der Grenzlinie jener Genres.

Die Spannung erzeugenden Elemente verlieren sich wiederholt in belanglos vor sich hin dümpelnde Passagen, die gefühlt länger andauern, als sie wirklich sind. Das Geflöte auf „Act Like A Pantry“ beispielsweise wirkt ziemlich aufgesetzt. Der Rettungsanker ist immer wieder die Stimme der Protagonistin, die an eine Mischung aus PJ Harvey, Kazu Makino (Blonde Redhead), Kim Deal (Pixies, The Breeders) und Corin Tucker (Sleater-Kinney) denken lässt. Auch Stücke wie „Cousins“ und „How To Beast“ sind positiv zu vermerken, hier bringen Jan die Sache auf den Punkt.

Unterm Strich bleibt somit eine 50:50-Platte, bei der folglich Potenzial für die Weiterentwicklung beleibt. Zudem lassen die Sängerin und das handwerkliche Geschick der Musiker auf noch mehr Positives hoffen.

Anspieltipps:

  • Work For The City
  • Praline
  • How To Beast
  • Winter’s Got My Coat

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