Bitchin Bajas - Bitchitronics EP - Cover
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Bitchin Bajas Bitchitronics EP


  • Label: Drag City/Rough Trade
  • Laufzeit: 44 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
7.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Sphärisches und Elektronisches zwischen meditativ und langatmig.

Die Bitchin Bajas sind Cooper Crain von der Band Cave und Dan Quinlivan. Sie sind im Electronica Genre zu Hause, das sich bei ihnen aus Ambient, Drone, Krautrock und Minimal Music zusammensetzt. Oder in Interpreten-Namen ausgedrückt: Brian Eno, Klaus Schulze, Terry Riley, Tangerine Dream, eine Liste, die sich fortsetzen ließe. Bei allen Einflüssen, suchen die Bitchin Bajas immer ihre eigen Klangwelt. Ob sie diese auch finden?

Das „Bitchitronics“ betitelte Album setzt sich aus vier langen Tracks zusammen, deren Titel sofort Rückschlüsse auf den Inhalt ziehen lassen. Bezeichnend, dass sie mit „Transcendence“ das Album mit meditativen und eben transzendierenden Klängen eröffnen. Zehn Minuten mit sphärischen Synthies und Electronics, die auf plinkernde Stromgitarren und dröhnende Soundscapes treffen. Wo Meditation und Transzendenz sind, ist oft die Langatmigkeit nicht weit und genau daran krankt dieser erste Titel, der zwar innere Räume zu öffnen vermag, in denen jedoch das Ausgeruhte, das Friedfertige und jene in die Länge gezogenen kosmischen Klänge sich ausbreiten. Wo bleiben da das Bitchin und die Bitchitronics? Beim nachfolgenden „Inclusion“ vielleicht? Eher nicht, denn die Klänge wabern hier über 12 Minuten lang, lassen an eine Mischung aus Brian Eno und Michael Rother denken. Hinzu kommt eine Flöte, die an die frühen Kraftwerk erinnert.

Im Vergleich zu den anderen Titeln ist das über fünf Minuten andauernde „Sun City“ kurz geraten, erinnert an Tangerine Dream und Klaus Schulze, die alten deutschen Elektronik-Pioniere. Geradezu episch geriet das das Album abschließende 16-minütige „Turiya“, das elektronischen Krautrock mit Minimal Music à la Terry Riley verknüpft.

Wer Liebhaber von elektronischer und minimaler Musik ist, der dürfte mit „Bitchitronics“ durchaus glücklich werden. Und um die Eingangsfrage zu beantworten: Die Bitchin Bajas bedienen sich zwar bei der elektronischen Musikgeschichte, finden dennoch ihr eigenes Klangbild. Ansonsten polarisieren sie, schwanken zwischen sphärisch-meditativ und langatmig. Je nach Auge des Betrachters bzw. Ohr des Hörers.

Anspieltipps:

  • Inclusion
  • Sun City

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