Alela Diane - About Farewell - Cover
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Alela Diane About Farewell


  • Label: Believe Digital/SOULFOOD
  • Laufzeit: 33 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
3.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Den Trennungsschmerz bewältigend, legt Alela Diane ein recht düsteres Album vor.

Auf ihrem vierten Studioalbum verarbeitet die Sängerin und Songschreiberin aus Kalifornien die Trennung von ihrem Ehemann Tom Bevitori und kehrt dazu zu ihren minimalistischen Folk-Wurzeln zurück. Denn noch auf ihrem 2011er Vorgängerwerk trat die 30-Jährige im Kontext eines Bandgefüges auf und arbeitete mit dem Produzenten-Guru Scott Litt (R.E.M., Incubus, Nirvana, Counting Crows) zusammen, der den Sound Dianes in eine poppigere und pompösere Richtung führte. Jetzt sind die Atmosphäre wieder intimer und die Songstrukturen zerbrechlicher denn je. Willkommen bei der Trennungsschmerzbewältigung von Alela Diane!

Auch wenn sich Alela Diane bei ihrer von Trauer geprägten Platte nicht einfach nur auf ihre Stimme und eine Akustikgitarre limitieren lässt, ist das musikalische Ergebnis zwar deutlich puristischer als auf „Alela Diane & Wild Divine“ (04/2011), aber immer noch so breit gefächert, dass dabei kein eintöniges Album herausgekommen ist, auch wenn die Thematik freilich einen etwas monotonen Reiz verströmt. Bei den Arrangements griffen Diane und ihre Musiker demnach auch auf elektrische Gitarren, Streicher, zarte Drums und Perkussion sowie den durchdringenden Klang eines Mellotrons zurück.

In etwas mehr als einer halben Stunde erzeugt Alela Diane auf diese Weise eine dichte und mitunter bedrückende Atmosphäre, für die ihre mal feste und fordernde, dann wieder brüchig und gefühlsbetont agierende Stimme ein wesentlicher Baustein ist. In ihren Texten verarbeitet sie nicht nur ihre Scheidung, sondern das Thema Trennung und Abschied im Allgemeinen. Dabei übertreibt sie es zum Glück nicht und suhlt sich nicht bis zum Anschlag in ihrem Schmerz und ihrer Seelenpein. Denn ganz ehrlich: So ein gefühlsschwangeres Album passt viel besser in den Herbst oder Winter, wenn es dunkel und kalt ist.

Anspieltipps:

  • Black sheep
  • Clolorado blue
  • The way we fall
  • Before the leaving

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