End Of Green - The Painstream - Cover
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End Of Green The Painstream


  • Label: Napalm Records
  • Laufzeit: 50 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Rockmusik mit düster-depressiven Botschaften.

Die letzte Scheibe „High Hopes In Low Places“ der Stuttgarter Rocker von End Of Green war mit Platz 17 der deutschen Album-Charts ihre bisher erfolgreichste und trotz aller Kritikerschelte über etwas sanftere Klänge, gehen die fünf Musiker unbeirrt ihren Weg. Diesen setzen sie aufgrund der Insolvenz ihres Labels Silverdust nun bei Napalm Records fort.

Auch weiterhin servieren End Of Green depressiven Gothic-Rock und eröffnen das neue Album mit düsteren und treibenden Gitarrenriffs, und knackig geht es auch weiter. „Standalone“ lässt tiefergelegte Gitarren von der Leine und präsentiert dem Hörer zudem einen amtlichen Ohrwurm-Refrain. Auch „Chasing Ghosts“ drückt auf die Tube, doch im weiteren Verlauf des Silberlings zeigt sich, dass End Of Green ihren auf dem letzten Album begonnenen Weg zu etwas eingängigeren Songs wie „De(ad)generation“ oder „The Painstreet“ konsequent fortsetzen und eben nicht nur die Gothic-Szene begeistern möchten.

End Of Green um die einzigartige Stimme von Michael Huber lassen auch heuer wieder ihre gewohnt depressiv-melancholischen Tracks auf die Hörer los („Don't Stop Killing Me“, „Final Resistance“), wobei die Gothic-Rock-Gemeinde Songs wie „Home On Fire“ oder das an HIM erinnernde „Holiday In Hell“ besonders mögen wird. Aber die Schwaben legen sich stilistisch nicht mehr so fest wie in der Vergangenheit und setzen auf variantenreiche Rockmusik, die problemlos Genregrenzen überwindet. So punktet das bereits erwähnte „De(ad)generation“ mit einer leicht punkigen Attitüde, die nur durch Hubers Grabesstimme ihre aufdringlich eingängige Ausrichtung verschleiert. „The Painstreet“ widmet sich dagegen der rifforientierten, aber ziemlich gemäßigten Rocksparte. Zum guten Schluss beenden „Miss Misery“ und „Death Of The Weakender“ die Platte mit schleppenden Klängen, die Blues und Rock vereinen, wodurch sich die Band in Sachen Vielseitigkeit definitiv von ihren Genrekollegen unterscheidet.

End Of Green zelebrieren weiterhin Rockmusik, ohne ihre düster-depressiven Botschaften und eine gehörige Portion Härte zu verlieren. Die Freiheit, auch andere Spielarten des Rock abzuliefern, nutzen sie weidlich aus, ohne die Zufriedenheit ihrer Fans zu gefährden.

Anspieltipps:

  • Standalone
  • Holiday In Hell
  • De(ad)generation
  • Don't Stop Killing Me

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