Manowar - The Lord Of Steel: Live - Cover
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Manowar The Lord Of Steel: Live


  • Label: Magic Circle/ALIVE
  • Laufzeit: 26 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
8.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein kleiner Sound-Happen von der „Lord Of Steel“-Welttournee.

Obwohl Manowar definitiv zu den arrogantesten Bands auf diesem Planeten zählen und besonders Pressevertreter am liebsten über offenem Feuer grillen würden, kann sich die US-amerikanische True-Metal-Institution zumindest noch auf Heerscharen treu ergebener Fans auf der ganzen Welt verlassen, die den Herren Joey DeMaio, Karl Logan, Eric Adams und Donnie Hamzik die prallen Geldspeicher weiter auffüllen, indem sie die seltenen Studioveröffentlichungen, putziges Merchandise und Konzertkarten, z.B. für die jüngst beendete „Lord Of Steel“- oder die demnächst anstehende „Kings Of Metal MMXIV“-Welttournee erwerben.

Als kleiner Sound-Happen für Zwischendurch werden die Highlights der „Lord Of Steel 2012/2013”-Tour nun als eine sechs Songs umfassende EP auf den Markt gebracht. Die Tracks wurden zwischen Juni 2012 und März 2013 in Italien, Schweden, Finnland, Deutschland, Russland und Tschechien aufgenommen und von Joey DeMaio sowie Manowars langjährigem Toningenieur Dirk Kloiber (Rhapsody Of Fire, Pur, Marshall & Alexander) digital für die Nachwelt aufbereitet.

Mit fünf Songs des noch immer aktuellen (zwölften) Albums „The Lord Of Steel“ sowie dem Titeltrack der 2009er „Thunder In The Sky EP“, zu denen sämtliche Texte im Booklet abgedruckt sind, kommt die vorliegende Live-EP auf 26 Minuten Spielzeit in einem recht passablem Klangbild. Will heißen: Wer sich mit der bollernden Matsche auf „The Lord Of Steel“ (10/2012) abgefunden hat, wird hier keinen Schrecken mehr bekommen. Und auch die Live-Arrangements sind nicht so, dass Kenner der Materie völlig überrascht vom Sofa geschleudert würden.

Eingehüllt in einen arg künstlich klingenden Schlagzeugsound bekommt der Hörer u.a. das im Nähmaschinentakt ratternde „Thunder in the sky“, das im gediegenen Midtempo groovende „Expendable“ oder das vom Publikum gefeierte Mini-Schlachtenepos „Hail kill and die“ auf die Lauscher, ohne dass sich dabei die Nackenhaare aufstellen oder andere euphorische Regungen breit machen würden. So richtig überzeugend waren Manowar eben schon lange nicht mehr – wie auch diese bestenfalls nett gemeinte EP verdeutlicht.

Anspieltipps:

  • El Gringo
  • Expendable
  • Manowarriors

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