ASP - Maskenhaft - Cover
Große Ansicht

ASP Maskenhaft


  • Label: Trisol/SOULFOOD
  • Laufzeit: 97 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein ausgefeiltes Konzeptalbum der Gothic Novel Rocker.

Die Formation ASP gehört zu den besonderen Acts der Gothic-Szene. Frontmann ASP alias Alexander Frank Spreng veröffentlicht regelmäßig neues Material, das in sogenannte Zyklen eingeteilt wird. Konzeptalben in Hülle und Fülle gehören zum Standardprogramm des umtriebigen Masterminds. ASPs virtuoser Umgang mit der deutschen Sprache beeindruckt und nicht umsonst sortiert sich Spreng gern in die Kategorie „Gothic Novel Rock“ ein. Eine mystische Aura umgibt seine Werke und beim Hören taucht man unweigerlich in eine sehr dunkle Atmosphäre ein. Ganz klar: Diese Musik ist zum nebenbei hören definitiv nicht geeignet!

Das neue Album „Maskenhaft“ ist in verschiedenen Editionen erhältlich, wobei ASP die Songs jeweils in einer Abmischung für Klangpuristen („Relief Mix“) sowie als herkömmliche Version („Plakat Mix“) präsentieren. Musikalisch bewegen sich ASP meist in harten Gothic-Rock-Gefilden („Die Kreatur mit der stählernen Maske“, „Per Aspera Ad Aspera“ oder „Panzerhaus“), spielen aber auch gern mit düsteren Keyboardteppichen („Die Klippe“, „Carpe Noctem“) oder geben sich popmusikaffin („Schneefall in der Hölle“).

Sobald sich der Konsument an die unheimliche Gesangsführung von Herrn Spreng gewöhnt hat und nicht krampfhaft versucht, die kryptischen Texte zu verstehen, bekommt er gut produzierten Gothic-Rock zu hören, bei dem es ASP freilich ab und an mit ihrem kunstvollen Pathos übertreiben. Dennoch gibt die Band dem dunklen Genre damit immer wieder neue Impulse.

Die Live-Konzerte von ASP besitzen immer eine gewisse Stimmung, die mit Worten schwer zu beschreiben ist, weil das Publikum fast schon andächtig den Texten des Meisters lauscht und trotzdem bei den harten Tracks abrockt. Auf CD fällt dies naturgemäß etwas schwerer, denn eine starke Live-Atmosphäre ist durch nichts zu ersetzen. ASP lassen sich trotzdem immer wieder etwas einfallen, um abseits der üblichen Rockschemata zu punkten. Auf „Maskenhaft“ sind es z.B. die verschiedenen Abmischungen der Songs. Daraus ergibt sich ein fein ausgeklügeltes Konzept mit lyrischen Texten und Songs zwischen rockiger Härte und elektronischen Einflüssen. Kurzum: Eine runde Sache!

Anspieltipps:

  • Die Kreatur mit der stählernen Maske
  • Per Aspera Ad Aspera
  • Augenaufschlag
  • Das Märchen vom Wildfang-Windfang

Neue Kritiken im Genre „Electro-Rock“
5/10

Spectra
  • 2017    
7/10

Live... Auf Rauen Pfaden
  • 2016    
6/10

Juggernaut
  • 2016    
Diskutiere über „ASP“
comments powered by Disqus