Jack Johnson - From Here To Now To You - Cover
Große Ansicht

Jack Johnson From Here To Now To You


  • Label: Brushfire/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 41 Minuten
Artikel teilen:
5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die alte Leier funktioniert nicht mehr.

Mit seinem siebten Studioalbum „From Here To Now To You“ (inkl. des 2006er Soundtracks „Sing-A-Longs And Lullabies For The Film Curious George”) ist Jack Johnson (38) nicht nur zum Produzenten seines Durchbruchalbums „In Between Dreams“ (04/2005), Mario Caldato Jr. (u.a. Flobots, Beastie Boys, One Day As A Lion, Super Furry Animals), zurückgekehrt, sondern auch zu seinen musikalischen Wurzeln, die überwiegend im akustischen Surfer-Folk-Pop und in mehr oder weniger sonnigen Texten liegen. Die beiden Vorgängerwerke „Sleep Through The Static“ (02/2008) und „To The Sea“ (05/2010) befassten sich dagegen mit Themen wie Tod und Verlust und kamen mit einer aufwendigeren Produktion und sogar rockigen Klängen daher.

„From Here To Now To You“ entstand wieder hauptsächlich im heimischen Hawaii, mit einem kleinen Abstecher nach Los Angeles. Johnson griff auf seine angestammte Band mit Merlo Podlewski (Bass), Zach Gill (Piano) und Adam Topol (Drums) zurück und holte sich wie schon für seine allererste Single („Flake“) Ben Harper als Gast ins Studio. In seinen Texten ließ sich Johnson von seiner Heimat, seiner Familie, seiner Jugend und der Sorge um den Planeten Erde leiten und die Arrangements der Songs betten sich in die Klänge von Johnsons Akustikgitarre sowie Ukulele, Dobro, Akkordeon, Wurlitzer Piano, Glockenspiel, Melodica und Bass-Kalimba.

Wir halten fest: Der werte Mr. Johnson hat seine Ruhe, Entspannung, eigene Mitte und gute Laune wiedergefunden, nur sind seine Songs nicht mehr so fesselnd und catchy wie auf den frühen Alben, auch wenn sie unverkennbar so klingen, wie nur Jack-Johnson-Songs klingen. Das beginnt mit der relaxt gepfiffenen Liebeserklärung an seine Frau („I got you“), geht über die tiefenentspannten Chill-Out-Vibes in „Never fade“ und „Don’t believe a thing I say“, fährt fort über das mit Handclaps angereicherte „Shot reverse shot“ und das einschmeichelnde „As I was saying“ und endet bei dem flotten Schunkler „Washing dishes“.

All das sind glasklare Jack-Johnson-Trademark-Sounds, doch ohne die Verbindlichkeit und den Spaßfaktor von Alben wie „Brushfire Fairytales“ und „In Between Dreams“, die vor Glückseligkeit und Melodien nur so sprühten. Heuer ist das Ganze einfach zu entspannt und inhaltlich zu belanglos, als dass sich damit Begeisterung auslösen ließe.

Anspieltipps:

  • Radiate
  • Change
  • I got you
  • Shot reverse shot

Neue Kritiken im Genre „Songwriter-Pop“
Diskutiere über „Jack Johnson“
comments powered by Disqus