The Civil Wars - The Civil Wars - Cover
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The Civil Wars The Civil Wars


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
7.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein eindringliches Stück Musik, das den nahenden Herbst stimmungsmäßig einläutet.

Gleich mit ihrem 2011er Debütalbum „Barton Hollow“ hat das amerikanische Folk-Duo Joy Williams (30) und John Paul White (40) alias The Civil Wars hohe Chartplatzierungen in den wichtigsten Weltmärkten erzielen sowie zwei Grammy-Auszeichnungen in den Kategorien „Best Folk-Album“ sowie „Best Country Duo/Group Performance“ einfahren können. Kein schlechter Auftakt für eine bis dato unbekannte Indie-Folk-Gruppe, die zwar mit einen Majorvertrag ausgestattet ist, aber nicht unbedingt ein Thema für die Pop-Charts sein dürfte. Mit mehr als 600.000 verkauften Einheiten allein in den USA haben sich The Civil Wars dennoch in kürzester Zeit zu einem der ganz wichtigen Themen im boomenden Folk-Pop-Segment gemausert. Mal schauen, ob die Erfolgsgeschichte 2½ Jahre später fortgeschrieben werden kann.

Wie schon sein Vorgänger, wurde auch Longplayer Nummer zwei von dem 57-jährigen Produzenten Charlie Peacock (Amy Grant, Switchfoot, Jeff Coffin) betreut, wobei der eindringliche Bluessong „I had me a girl“ von der Produzenten-Legende Rick Rubin (50) koproduziert wurde, damit aber nicht aus dem Konzept das Gesamtwerks fällt. Denn auf die Art, wie das zweite Civil-Wars-Album mit dem düsteren Country- und Folksong „The one that got away“ beginnt, in dem sich schwermütige Klänge aus E-, Akustik- und Pedal-Steel-Gitarre sowie Dobro und Mandoline duellieren und damit das Motiv das unheilschwangeren Covers aufnehmen, so zieht sich diese immer leicht bedrückend wirkende Stimmung wie ein roter Faden durch sämtliche neuen Songs.

Dabei klingt der Gesang des Duos meistens versonnen und nicht gerade fröhlich, so wie auch die Titel und die Texte der Stücke nicht gerade den Eindruck erwecken, als würden Joy Williams und John Paul White auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Sie beherrschen allerdings die Kunst, trotzdem Melodien und Harmonien zu finden, die den Hörer mitnehmen und verstehen lassen. Hier fallen speziell die Songs „Dust to dust“, „From this valley“, „Tell mama“ und „Eavesdrop“ auf, die das düstere Grundrauschen mit einschmeichelnden Tönen aufbrechen. Aber auch die Coverversion des Smashing-Pumpkins-Songs „Disarm“ (Hookline: „The killer in me is the killer in you“) trägt dazu bei, dass hier ein sehr eindringliches Stück Musik vorgelegt wurde, das den nahenden Herbst stimmungsmäßig einläutet.

Anspieltipps:

  • Disarm
  • Eavesdrop
  • Dust to dust
  • From this valley
  • Same old same old

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