Aoife O´Donovan - Fossils - Cover
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Aoife O´Donovan Fossils


  • Label: Yep Roc/CARGO
  • Laufzeit: 40 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Der neue Americana-Engel schwebt mit ihrem Debüt in den Singer/Songwriter-Olymp!

Die amerikanische Singer/Songwriterin Aoife O’Donovan (ihr Vorname wird „EEF-ah“ ausgesprochen) hatte ihr erstes professionelles Engagement bei The Wayfaring Strangers. Danach wurde sie Mitglied bei Sometymes Why
und Crooked Still. Zudem hat sie mit so bekannten Leuten wie Ollabelle, Jerry Douglas, Jim Lauderdale, Sara Watkins u.v.a. bei Plattenaufnahmen mitgewirkt. Insofern dürfte sie der eine oder andere schon gehört haben, ohne dabei ihren Namen bewusst aufzunehmen. Ihr Solodebüt mit dem Titel „Fossils“ hat der viel gerühmte Tucker Martine (My Morning Jacket, The Decemberists, Laura Veirs, Mudhoney etc.) produziert und ihr ein weiträumiges, transparentes und Wärme sprühendes Klangbild beschert.

Zum Auftakt präsentiert sie uns „Lay My Burden Down“, eine Eigenkomposition, die Alison Krauss auf ihrem 2011er Album „Paper Airplane“ interpretiert hat. Es handelt sich um einen herrlichen, leicht schwingenden Americana-Song im mittleren Tempobereich, der von der im Balladentempo blühenden „Briar Rose“ abgelöst wird. Dabei schmeichelt Charlie Rose mit seiner Pedal Steel um die im hellen und klaren Licht strahlende Stimme der Protagonistin. Diese Stimme ist bereits die halbe Miete, die andere Hälfte ist die hervorragende Begleitband. Neben dem erwähnten Rose sind es Gitarrist Ryan Scott, Bassist Jacob Stiller, Schlagzeuger Robin MacMillan und nicht zuletzt Rob Burger (Keyboards, Akkordeon), die mit einfachen, doch umso nachhaltigeren Klangmalereien auf der ganzen Linie überzeugen.

Ein Titel wie „Red & White & Blue & Gold“ erzählt bereits, wie farbenprächtig Americana hier präsentiert wird. Ein zum Heulen schöner Song, der den Hörer umgarnt wie Samt und Seide. Wiederholt sind es kleine, beinahe unauffällige Timbre-Veränderungen, die O’Donovans bezaubernde Stimme zu Größen wie 95470.Alison Krauss, Pieta Brown und Tift Merritt aufschließen lassen. Dabei hat sie eine ganz individuelle Stimmfärbung, die mit den vorzüglich aufeinander abgestimmten Instrumenten förmlich zerschmilzt.

Naturgemäß ist so ein Album keine Neuerfindung des popmusikalischen Rads, aber eine unglaubliche Verfeinerung und Erweiterung dessen. Aoife O’Donovans Solodebüt zählt jetzt schon mit zu den besten Americana-Alben des Jahres 2013. Wer ihrer Stimme nicht erliegt, muss ein Herz aus Stein haben, wobei sie selbst Felsbrocken zum Erweichen bringen kann. Mit nur einem Album ist es ihr gelungen, in den Olymp der weiblichen Singer/Songwriter zu schweben. Jeder Song ein Treffer! Die Welt hat einen neuen Americana-Engel!

Anspieltipps:

  • Lay My Burden Down
  • Red & White & Blue & Gold
  • Pearls
  • Glowing Heart
  • I’m Alone

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